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Eilenburg Eilenburg: Beim Stadtfest ist jetzt alles offen
Region Eilenburg Eilenburg: Beim Stadtfest ist jetzt alles offen
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15:48 06.11.2018
Das Stadtfest ist immer ein Besuchermagnet. Im vorigen Jahr hielt auch ein Gewitter die Gäste nicht ab. Quelle: Ilka Fischer
Eilenburg

In Sachen Eilenburger Stadtfest 2019 steht bislang nur fest, dass es vom 14. bis 16. Juni stattfinden soll. Mit zehn Stadträten (bei acht Ja-Stimmen und zwei Enthaltungen) stimmte am Montag die Mehrheit dagegen, die Agentur Coex als Veranstalter zu verpflichten. Dafür sollte das Unternehmen, das in Eilenburg unter anderem den Weihnachtsmarkt organisiert, eine pauschale Summe in Höhe von 25 000 Euro erhalten.

Für 5000 Euro 840 Arbeitsstunden abgeben

Heiko Leihe vom Oberbürgermeisterbereich hatte zuvor noch die Mitglieder des Stadtausschusses mit seinem Zahlenwerk überzeugen können. Seine Rechnung: Die Stadt hat bisher 20 000 Euro für das Stadtfest zugeschossen. Hinzu kommen 1050 Stunden, die von Mitarbeitern der Verwaltung für das Stadtfest geleistet werden. Mit der Abgabe an Coex könnten davon 840 Stunden, was rund fünf Monate einer vollen Arbeitskraft entspricht, eingespart werden.

Kritik an einer Sorte Bier

Doch im Stadtrat überwogen die Bedenken. Hans Poltersdorf (CDU): „Die Vereine machen die Kultur für die Stadt, und der Veranstalter hat dadurch Vorteile. Wir sollten als Stadt nicht alles vergeben.“ Sein Fraktionskollege Paul-Tilo Geißler äußerste sein Unverständnis darüber, dass „die Stadt an Coex 25 000 Euro zahlen will, das dann seinerseits die ganze Stadt vermietet“. Gewerbetreibende müssten ja selbst dann zahlen, so seine Kritik, wenn sie auch nur einen Blumentopf vor ihr Geschäft stellen wollen.

Außerdem, so führte der Stadtrat weiter aus, nehme Coex massiven Einfluss auf das Angebot der Händler. Paul-Tilo Geißler machte dabei keinen Hehl daraus, dass er sich insbesondere daran störe, dass nur eine Sorte Bier ausgeschenkt wird. Torsten Pötzsch (SPD) brachte einen etwas anderen Aspekt ins Spiel: „Ich bin gegen eine Abgabe der Veranstaltertätigkeit. Aus meiner Sicht lohnt sich der Aufwand, damit es ein Stadtfest von und für Eilenburger ist.“

Alles auf Anfang

Nach der knappen Ablehnung der Vergabe werden die Karten nun komplett neu gemischt. Das Team des Ratskellers, das im vergangenen Jahr zumindest die Bewirtschaftung des Marktes übernommen hatte, steht nicht mehr zur Verfügung. Im nächsten Stadtausschuss wird das Thema damit erneut auf der Agenda stehen. Die Entscheidung soll dann im Dezember-Stadtrat fallen.

Von Ilka Fischer

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