Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Eilenburg: Diskussionen um Urnenreihengräber erreichen Stadtrat
Region Eilenburg Eilenburg: Diskussionen um Urnenreihengräber erreichen Stadtrat
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
23:59 24.06.2013
dze friedhof eilenburg urnenreihengr Quelle: Heike Liesaus

Es sei durchaus allgemein bekannt, dass auf die Grabplatten der Urnenreihengräber nichts gestellt werden soll. Davon ist Hans Semmling (Die Linke) überzeugt. Der Bericht in der LVZ über eine Eilenburgerin, die für ihre Mutter diese Form der Bestattung wählte und sich nun über die Maßnahmen der Friedhofsverwaltung empört, habe wiederum bei vielen anderen Empörung ausgelöst. „Es wird regelmäßig per Aushang bekannt gegeben, wann gemäht wird." Urnenreihengräber sind eine einfache Form der Bestattung. Die Urne wird auf einer Rasenfläche beigesetzt, nur eine ebene Platte macht die Grabstätte kenntlich. Ärger gab und gibt es immer dann, wenn sich die Verwaltung gezwungen sieht, bei regelmäßigen Pflegearbeiten jeweils große Ansammlungen von Grabbeigaben vom Areal zu räumen. „Die Leute, die dort mähen wollen, haben jede Menge Arbeit", pflichtet auch Doris Bücker-

Ludwig aus den Reihen der CDU in der Ratssitzung bei. Denn die Anlage der Urnenreihengräber sollte als Alternative für die-

jenigen angeboten werden, die für Grabpflege nicht viel Zeit aufwenden können und ihre Verstorbenen trotzdem nicht völlig anonym bestatten lassen wollen. Aufgrund des normalerweise geringen Pflegeaufwands sind diese Grabstellen ein wenig preiswerter als die sogenannten Urnenwahlgräber. Doch die tatsächlichen Mehrkosten für diese fallen bei der Ausstattung für Stein und Umrandung an. Erst in diesen Tagen habe die Verwaltung zu drastischen Maßnahmen gegriffen: Blumensträuße, die in Grabvasen standen, seien auf die Platten gelegt worden, berichtet die Eilenburgerin. Sie sei damals nicht ausreichend informiert worden, erklärt sie gegenüber der LVZ. Auf alten Flyern sind schließlich auch noch die Platten mit vielen Blumentöpfen und individuellen Umrandungen darauf zu sehen, zeigt sie. Das habe sie veranlasst, für ihre Mutter diese Bestattungsform zu wählen. Allerdings ist im Begleittext neben den Bildern schon zu lesen, dass die Umrandung der Grabsteine mit Tanne oder Kieseln nicht erlaubt ist, da der Rasen zur Pflege frei bleiben soll, und dass ebenso „Kissen und Vasen nicht oder nur in begrenztem Maße zulässig" sind. Die Info-Zettel mit den falschen Bildern werden mittlerweile auch nicht mehr ausgegeben, ein Beispielbildchen auf der städtischen Website allerdings zeigt reichlich stehenden Blumenschmuck. „Es ist seit Jahren ein sensibles Thema. Doch in dem Moment, in dem ich die Grabart wähle, werde ich informiert, was gestattet ist. Wir sind schon sehr kulant", erklärt Annett Krause vom Bereich Bürgerservice im Rathaus. Aber irgendwann seien auch Grenzen erreicht.

lis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Es heißt schlicht und einfach Hestadagar. Das kommt aus Island und bedeutet Pferdetag. So nannten Constanze Landerer und Julia Stichel vom Sprottaer Schwarzbachhof ihr Pferdespaßturnier am Sonnabend, dem längsten Tag des Jahres, der Mittsommernacht.

23.06.2013

Rund 700 000 Euro sind bereits in die Sanierung des alten Gefängnisses auf dem Eilenburger Burgberg geflossen. Und nun soll der baulichen Hülle Leben eingehaucht werden.

19.05.2015

Die Kossener sind dabei, ihre Häuser zu trocknen, am Straßenrand warteten gestern noch geflutete, kaputte Haushaltsgeräte auf Abholung, der grobe Dreck ist raus und nur wenige Meter davon entfernt soll nun der Bau des Flügeldeichs weitergehen.

19.05.2015
Anzeige