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Eilenburg Eilenburg: Ferien mit Schmunzelstein und Wasserrutsche
Region Eilenburg Eilenburg: Ferien mit Schmunzelstein und Wasserrutsche
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14:00 24.07.2016
Die Mädchen zeigen: So werden die Tonplatten, aus denen später Häuser gebastelt werden können, schön glatt gepresst. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Yvonne Henselin, Leiterin der Eilenburger Kinder- und Jugendarche staunt: So eine ruhige Ferienkinderrunde hat sie noch nie erlebt: Die Mädchen und Jungen sind derart konzentriert dabei, Häuser aus Ton zu verzieren, Blätter oder kleine Töpfe zu formen, dass der übliche Geräuschpegel ausbleibt. Oder haben die Mitarbeiter der Keramik-Werkstatt der Arbeiterwohlfahrt die ruhige Atmosphäre mitgebracht? Jedenfalls wird gemeinsam gewerkelt. Da hilft Almuth Goldmann den Kindern, Tonplatten durch eine Presse zu bugsieren, sodass sie schön glatt und eben werden, damit aus ihnen zum Beispiel Hauswände gemacht werden können.

Lachende Steine

Aber da liegen auch runde „Steine“, in denen vor dem Brand lachende Gesichter eingeritzt werden. Dazu gibt es eine Geschichte über die guten Zwerge, die sie verschenken und über die bösen Kobolde, die sich darüber lustig machen. Dabei gibt es den Handzettel mit der gereimten Ausführung über Sinn und Zweck. In diesem Fall sogar auf eigens von den Mädchen und Jungen handgeschöpftem Papier. Die Wanne mit der Papiermasse hatten die Mitarbeiter des Werkstatt extra im Garten aufgebaut. Und über all das dreht sogar der Eilenburger Amateurfilmclub einen Film. „Eine solch vielschichtige Geschichte haben wir gar nicht erwartet“, staunt Jutta Kowitz, Chefin der Gruppe.

Lizenz zum Eintauchen

Stimmung ganz anderer Tonart war in der Woche zuvor angesagt, als die Arche das Camp am Schildauer See bezog. „Können wir jetzt baden gehen? Diese Frage kam unzählige Male bei den Betreuern an“, erzählt die Arche-Leiterin lachend. Die Erlaubnis zum Eintauchen konnte meist erteilt werden. Vor allem die große Rutsche mit ihren vielen Kurven hatte es den 28 Kindern im Alter zwischen 8 und 15 Jahren angetan. Unterstützt von zahlreichen freiwilligen Helfern wanderten sie auf den Schildberg und bestiegen den Schildbergturm, besuchten die Miniaturwelt in Taura, die Minigolfanlage und entdeckten die Geschichte und Geschichten über die Gneisenaustadt Schildau.

Kuh-Yoga und Lagerfeuer

Hip-Hop, Kuh-Yoga, Lagerfeuer waren ebenfalls angesagt. Das alles brachte Spaß, aber auch das Verständnis für andere Kulturen, so Henselin: „Kinder aus Eilenburg und Umgebung, unter denen sich vor allem solche aus Flüchtlingsfamilien befanden, lernten sich kennen. Neue Freundschaften konnten geschlossen werden. Die Freude am erfrischenden Nass vereinte sie alle.“ Zeinab Ibrahim, die auch bei den Tonarbeiten mitbastelt, fasst strahlend zusammen: „Aber ja! Es hat mir gefallen.“

Erlebnisse in Aussicht

In der fünften Ferienwoche geht es erstmal ums Kino, stehen „Hotel Transsilvanien“ und „Fack ju Göhte“ auf dem Programm. Und dann kommt in der letzten Woche das Theaterprojekt mit dem Schweizerhaus Püchau und dem Laientheaer Eilenbug. Am Freitag, dem 5. August, ist ab 17 Uhr Aufführung in der Nikolaikirche.

Von Heike Liesaus

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