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Eilenburg Eilenburg - Hohenprießnitz: Tausende pendeln zwischen zwei Weihnachtsmärkten
Region Eilenburg Eilenburg - Hohenprießnitz: Tausende pendeln zwischen zwei Weihnachtsmärkten
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13:58 19.05.2015

Und wohl genauso viele Massen auf dem Schlosshof in Hohenprießnitz. Das rege Pendeln zwischen beiden stimmungsvollen Zielen fällt auf.

In Hohenprießnitz werden die Parkplätze knapp. Die Premiere der romantischen Schlossweihnacht am und im Wahrzeichen der Eilenburger Nachbargemeinde Zschepplin hat sich offenbar zwischen Torgau und Delitzsch herumgesprochen. Die Einheimischen und vor allem die Schlossherren Konrad Obermüller und seine Frau Susanne hatten durchaus viele Gäste erwartet. Aber dass an beiden Tagen wohl Tausende das romantische und stilvolle Flair vor und in der festlich beleuchteten und erst frisch sanierten Schlosskulisse genießen wollten - die Gastgeber waren da wohl auch ein gutes Stück baff. "Zu unserer romantischen Kutschfahrt werden wir wohl heute nicht mehr kommen", so die Obermüllers, die viele Hände schütteln müssen und eine Menge Lob für ihre Mühe und die ihrer Helfer bekommen. "Das alles hier ist eine Investition in die Zukunft", lädt der Schlossherr auch für nächstes Jahr wieder ein und will dazwischen sein Haus noch für manches Fest öffnen. "Die Karten für das Konzert im Festsaal waren schon in drei Tagen weg, wir hätten die dreifache Menge verkaufen können", freut sich auch Rolf Schulze vom Vereinsring, der das Spektakel mitgestaltete. Und Matthias Spott, der Ortsvorsteher aus Mörtitz, schwärmt: "Hier passt einfach alles: die Atmosphäre, die Stimmung, die Beleuchtung. Das hätte meinem Urgroßvater, der hier beim ehemaligen Grafen im Schloss mal Diener und Postbote war, auch gefallen."

Nicht minder eifrig hatten da bereits in Eilenburg - wie seit Jahren bewährt - Mädels und Jungs aus örtlichen Kitas den wohl schönsten kleinen Wald mit festlich geschmückten Bäumen in der Region gestaltet. Ute Czura und Hannelore Stressig von der DRK-Kita Schwalbennest beispielsweise verwahrten die bunten Vögelchen aus Weihnachtspapier, Häkelmützchen für glänzende Nüsse und weiß-goldene Tannenzapfen zunächst sicher in Körben. Ehe für die Knirpse der Startschuss zur Schmückaktion fiel. "Unser Baum gehörte im vergangenen Jahr zu den drei schönsten. Auch diesmal wären wir wieder gern vorn", wollen die beiden Erzieherinnen mit ihren kleinen Helfern auch diesmal ihrem Baumpaten, der Leipziger Volkszeitung, und natürlich sich selbst Ehre erweisen. Die Konkurrenz ist aber nicht zu verachten. Am Ende haben die Weihnachtsmarktbesucher und ihre Stimmzettel das letzte Wort. Da werden sich Eltern, Großeltern, Tanten und Verwandte, die sich kurz nach der Eröffnung am Samstagnachmittag bereits zwischen Rathaus, St. Nikolai und Markt drängen, ins Zeug gelegt haben. "Natürlich gehört nach dem Dekorieren ein Bummel über unseren schönen Markt dazu, genauso wie eine Bratwurst und Glühwein", so Hannelore Stressig, die es außerdem gut fand, "dass es diesmal nicht ganz so eng ist". Bekanntlich hat sich der Eilenburger Festtrubel wieder auf einem Teil des Marktplatzes ausgebreitet. Wächst er weiter so, steht auch die große Tanne nicht mehr so am Rand.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.12.2014
Karin Rieck

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