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Eilenburg Eilenburg: Insel Alsen - niedriger Wasserstand gefährdet Fischbestand
Region Eilenburg Eilenburg: Insel Alsen - niedriger Wasserstand gefährdet Fischbestand
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13:50 19.05.2015

Eilenburgs Anglern geht es nicht anders. Dennoch können sie der Regenfront Gutes abgewinnen, könnte sich die Situation an der Insel Alsen im Bürgergarten entspannen - wenn auch nur zeitweise. Dort fehlt es an permanenter Frischwasser-Zufuhr. Ein Zustand, der schon einige Jahre anhält und den Anglern zunehmend Probleme bereitet.

René Wagner, Chef des Sportfischervereins Eilenburg, erklärt die Lage: "In den vergangenen Jahren drohte das Gewässer schon ein paar Mal umzukippen." Fachlich richtig steht der eher leger klingende Begriff für eine plötzliche, katastrophale Zustandsveränderung mit Absterben der meisten Besiedler (zum Beispiel Fischsterben), oft verbunden mit der Entstehung von gesundheitsschädlichen und geruchsbelästigenden Gasen. Die Folgen eines solchen Vorgangs wären dramatisch. "Der Schaden allein am Fischbesatz würde um die 8000 bis 10000 Euro betragen", so Wagner. Nicht zu unterschätzen wären die Folgen für Flora, Fauna und das Öko-System: "Was übrig bleibt, wäre nur noch als Sondermüll zu entsorgen."

Die Probleme, die zu dieser Situation geführt haben, sind vielfältig. Zum einen war eine Verrohrung, die den Zufluss zur Insel gewährleisten soll, gebrochen, musste neu verlegt werden. Zum anderen aber, und das sieht Wagner auch als Hauptproblem, kommt kaum Frischwasser vom Mühlgraben an. Die Angler wissen auch, warum. Denn eine Hauptursache ist die zunehmende Vermüllung, die den Zufluss verhindert. Gartenabfälle, Grasverschnitt, Geäst, all das landet immer wieder im Gewässer und verstopft es. Die Angler haben dafür kein Verständnis, Gespräche mit benachbarten Kleingärtnern und privaten Gartenbesitzern, die als Hauptverursacher gelten, führten bisher zu keinem Erfolg. Auch der Aufruf zu Arbeitseinsätzen verlief im Sande. Von 28 Helfern waren 22 Angler, fünf vom Naturschutzbund und ein Kleingärtner. Verschärfend kommt hinzu, dass es - im Jahresdurchschnitt gesehen - seit April/Mai keine nennenswerten Niederschläge gab. Vom Hochwasser im Juni und einigen wenigen Starkregenereignissen mal abgesehen. "Ich bin seit 1985 in Eilenburg. So niedrig wie jetzt war der Wasserstand seitdem nicht", sagt Wagner. Und dabei könne man noch von Glück sagen, dass im Winter keine strengen Fröste die Situation weiter verschärften. Rund einen Meter, so schätzt der SFV-Chef, müsste der Wasserstand wieder steigen.

Unabhängig von den Begleiterscheinungen sind die Angler als Pächter auf der Suche nach einer technischen Lösung im engen Kontakt mit der Stadt, der das Gewässer gehört. "Ich bin positiv gestimmt, dass es noch vor dem Winter eine Lösung gibt", so Wagner. Rund 3,5 Hektar groß ist die Gesamtwasserfläche, der sich mehrere kleine Teiche anschließen, die von Hauptfischarten wie Aal, Barsch, Blei, Giebel, Hecht, Karausche, Karpfen, Plötze, Rotfeder, Schleie bevölkert werden. "Zudem haben wir hier Grau- und Silberreiher und Biber, auch sie brauchen Wasser", macht Wagner auf die Bedeutung für die weitere Tierwelt aufmerksam.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.05.2014

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