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Eilenburg Eilenburg: Jugend-Arbeiter knüpfen am Netzwerk
Region Eilenburg Eilenburg: Jugend-Arbeiter knüpfen am Netzwerk
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14:04 19.05.2015
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Eilenburg

Der große Raum war gut gefüllt. Aber worum ging es? Uta Przikopp ist Jugendreferentin im Landratsamt und Leiterin der Koordinierungsstelle gegen Extremismus und Gewalt. Sie hat die Zusammenkunft initiiert, die in dieser Form bereits in Torgau und Delitzsch stattfand und noch in Oschatz stattfinden wird. "Ziel ist es, dass sich Personen treffen, die unterschiedliche Arbeitsfelder in Sachen Kinder und Jugend bearbeiten. Sie sollen sich kennenlernen, damit sie voneinander wissen, wenn tatsächlich ein Problem auftaucht", erläuterte Moderator Ricardo Glaser.

Das Landesprogramm "Weltoffenes Sachsen für Demokratie und Toleranz" fördert diese Treffen. "Hier sind ja zum Beispiel Vertreter von Verwaltungen und der Polizei dabei. Das findet im Arbeitsalltag nun mal so nicht statt", erklärte Uta Przikopp. "Das Jugendamt plant zudem für diesen Raum." Dieser umfasst nicht die Städte Eilenburg und Taucha allein, auch Bad Düben gehört dazu ebenso wie die Gemeinden Laußig, Zschepplin, Doberschütz, Mockrehna, Jesewitz. Allerdings: Auch Vertreter von Schulen und Feuerwehren waren zu dem mit einer Dauer von drei Stunden angekündigten Treffen am Nachmittag eingeladen. Aus diesem Bereich waren aber kaum Interessierte gekommen.

Im Programm standen "Fachimpulse", Infos als Gesprächsgrundlagen: Sozialstruktur; Flucht und Asyl und die Situation im Landkreis; Mitbestimmung und Teilhabe von Kindern und Jugendlichen. Es war zum Beispiel zu erfahren, dass in Eilenburg die Zahl der von Jugendlichen begangenen Körperverletzungen von 2010 bis 2013 von 68 auf 43 gesunken ist, die Zahl der in dieser Zeit registrierten Diebstähle sank von 87 auf 50. Selbst Schulpflichtsverletzungen gab es weniger: von 56 auf 24.

Der Anteil der von jugendlichen Ausländern begangenen Straftaten war gering: 2013 gab es in Eilenburg 158 Straftaten in diesen Altersgruppen, davon elf von Jugendlichen mit diesem Hintergrund. In den ländlichen Gegenden traten sie überhaupt nicht in Erscheinung. So lag der Anteil bei 4,9 Prozent im Sozialraum, erklärte Przikopp.

Michael Marschall, Berater beim Jugendmigrationsdienst, konnte indessen feststellen, dass sich in Eilenburg Verwaltung und Sozialpädagogen recht gut kümmern, so dass er seine knappe Zeit eher auf die Region Delitzsch, für die er ebenfalls zuständig ist, konzentrieren kann. Allein im Heim Spröda leben zirka 250 Menschen. Im Raum Eilenburg gebe es derzeit 93 Asylbewerber, in Taucha 50. Das sei noch überschaubar. Diskutiert und ausgetauscht wurde sich dann in kleineren Gruppen über das Freizeitverhalten junger Menschen und Konzepte für ländliche Räume, Willkommenskultur in Nordsachsen, Teilhabe- und Demokratieförderung in Schule, Verein und Kommune. - Viele Gesprächen, viele Kontakte. Somit konnte Przikopp am Ende für Eilenburg feststellen: Ziel erreicht. Nach dem Treffen in Oschatz sollen die Ergebnis-Protokolle an alle Teilnehmer ausgereicht werden.

Kontakt: Jugendamt Nordsachsen, Telefon 03435/9846170, E-Mail: uta.przikopp@lra-nordsachsen

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 04.09.2014
lis

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