Menü
Leipziger Volkszeitung | Ihre Zeitung aus Leipzig
Anmelden
Eilenburg Eilenburg: Puschkinstraße soll ab September zur Einbahnstraße werden
Region Eilenburg Eilenburg: Puschkinstraße soll ab September zur Einbahnstraße werden
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland
13:49 19.05.2015
Gegenverkehr kommt - der Transporter muss auf die Zone ausweichen, die Fußgängern und Radlern zugeordnet ist. Quelle: Heike Liesaus

Die Fahrtrichtung wird dann stadtauswärts von der Ziegelstraße gen Dübener Landstraße geführt.

Der Grund: Die Fahrbahn ist an mehreren Stellen sehr schmal, die Trennung der Verkehrsbereiche für Radfahrer und Fußgänger ist lediglich durch den unterschiedlichen Belag - Asphalt für Straße oder graue und rote Betonpflastersteine für die Fußgänger- und Radfahrer-Zonen - erkennbar und nur teilweise mit Pollern abgetrennt. Für Autos ist auf längeren Strecken kein Begegnungsverkehr möglich. Können die Fahrer nicht rechtzeitig an den Stellen ausweichen, an denen die Straßenzone breit genug ist, müssen sie Geh- und Radwege befahren. Deshalb sei es immer wieder zu brenzligen Situationen gekommen, so die Mitteilung aus der Verwaltung.

Das Problem war in den vergangenen Jahren immer wieder angesprochen worden. Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) hatte bisher gegen diese Regelung argumentiert: "Einbahnstraßen bringen immer mehr Verkehr." Letztlich sei zu befürchten, dass Kraftfahrer dann noch schneller unterwegs sind, wenn sie keine Behinderung erwarten müssen, so der Tenor bei entsprechenden Fragen in Einwohnerversammlungen.

Doch letztendlich hätten jetzt die Argumente pro Einbahnstraße in den Diskussionen überwogen. Denn mittlerweile habe sich die Situation wieder ein Stück weit verschärft, erläutert Petra Zimmermann vom Bereich Bau im Rathaus. Die Hilferufe kamen diesmal vor allem aus Richtung der Busunternehmen. Nachdem die nicht mehr von den Mittelschülern genutzte Haltestelle in der Uferstraße weggefallen ist, frequentieren diese Fahrzeuge verstärkt die Puschkinstraße mit den bekannten Ausweichproblemen. Wenn dann möglicherweise noch jemand falsch parkt, kommt alles zum Erliegen. Prinzipiell sei die Uferstraße aber auch nicht für Busse geeignet. "Wir haben uns deshalb noch einmal mit der Polizei zusammengesetzt und diese Lösung besprochen", erklärt Petra Zimmermann.

In den Wintern 2010 und 2011 hatte es für einige Wochen vorübergehend ein solche Einbahnstraßenregelungen gegeben, als Schneemassen den Verkehrsraum einschränkten. Damals habe das auch gut funktioniert. Die Umfahrungen seien zudem dank des nahen Gabelwegs nicht so lang.

Eine zweispurige Ausnahme, auf der auch in Gegenrichtung gefahren werden kann, soll es nur auf dem kurzen Abschnitt zwischen Gabel- und dem Bummiweg geben. Denn dort ist die Straße breiter.

Die Puschkinstraße war Anfang der 1990er-Jahre eines der ersten Bauprojekte in der Stadt nach der Wende. Sie ist damals in ihrer heutigen Form als verkehrsberuhigte Zone angelegt worden.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.06.2014
lis

Kommentare
Die Debatte geht am Morgen weiter
Die Kommentarfunktion ist zwischen 23:00 und 06:00 Uhr nicht aktiv – denn wir wollen eine gute Moderation der Beiträge gewährleisten.
Wir freuen uns am Morgen über Ihre konstruktiven Beiträge zum Thema!

Am Montagabend ging es an der Wasserskianlage auf die "Eilenburger Ideen-Reise 2014". Das Ziel: Ideen sammeln, damit mehr Touristen Eilenburg als Ziel ihrer Reisen wahrnehmen.

19.05.2015

Viele nennen es "Klein Venedig", das Dorf der Brücken. Aber das allein macht Audenhain nicht aus. Es ist ein Dorf mit langjähriger Geschichte. Mit Traditionen, einem reichen Vereinsleben und kleinen Unternehmen.

22.06.2014

In der nächsten Woche soll der Beton für den Brückenkörper kommen: Wer derzeit auf der B 107 zwischen Eilenburg und Wurzen unterwegs ist, hat oft etwas Wartezeit vor einer der Baustellenampeln südlich von Jesewitz nahe des Ortsteiles Groitzsch.

19.05.2015
Anzeige