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Eilenburg Eilenburg: Regengeld zahlen trotz Supersommer
Region Eilenburg Eilenburg: Regengeld zahlen trotz Supersommer
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09:42 13.02.2019
Blick auf das Verwaltungszentrum am Maxim-Gorki-Platz in Eilenburg, wo auch der Abwasserzweckverband Mittlere Mulde seinen Sitz hat. Quelle: Nico Fliegner
Eilenburg

Die Grundstückseigentümer im Bereich des Abwasserzweckverbandes Mittlere Mulde erhielten in diesen Tagen ihre Abrechnung für Trink- und Abwasser für das Jahr 2018. Insbesondere die Niederschlagswassergebühr, die bei etlichen Bescheiden die 100-Euro-Marke übersteigt, erregt dabei die Gemüter.

Mehrere Anfragen beim Verband

„Wir haben diesbezüglich einige Anfragen gehabt“, bestätigte Mathias Müller, Geschäftsführer des Verbandes. Rosemarie Brauße, Eigentümerin eines bebauten Grundstückes auf dem Eilenburger Berg, wandte sich dagegen an die LVZ. „Warum“, so fragt die 81-Jährige, „muss ich 2018 überhaupt für Niederschlagswasser bezahlen, obwohl es doch so gut wie gar nicht geregnet hat?“

Fixkosten machen Großteil aus

Mathias Müller verweist auf die Abwassersatzung. In der ist festgelegt, dass für die Höhe der Gebühr die bebaute und befestigte Grundstücksfläche, von der Regen in die öffentlichen Anlagen fließt, maßgeblich ist. Wie viel Regen in einem einzelnen Jahr falle, sei dabei unerheblich. Das mache auch deshalb Sinn, weil der Großteil bei der Regenentwässerung Fixkosten sind. „Der Verband muss schließlich“, so Mathias Müller, „Kanäle und Druckleitungen, Pumpen und Pumpstationen vorhalten, auch wenn es mal nur wenig regnet.“ Auf der anderen Seite müsse in einem regenreichen Jahr dafür aber auch nicht nachgezahlt werden.

Zwei Cent weniger als 2017

Bei der Gebührenkalkulation selbst werde die statistische Jahresniederschlagsmenge herangezogen. Sollte diese sinken, und es deshalb beispielsweise aufgrund geringerer Pumpenlaufleistungen zu Einsparungen kommen, fließt dies in die Gebührenkalkulation ein. Allerdings kann das in Eilenburg frühestens 2021 der Fall sein. Denn der derzeitige dreijährige Kalkulationszeitraum hat 2018 gerade erst begonnen. Übrigens: Bei der Berechnung ergab sich gegenüber dem vorherigen Zeitraum eine Senkung von 84 auf 82 Cent pro Quadratmeter.

Von Ilka Fischer

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