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Eilenburg Eilenburg: Sanierte Straße als Weihnachtsgeschenk
Region Eilenburg Eilenburg: Sanierte Straße als Weihnachtsgeschenk
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12:55 06.12.2018
Die Vorsitzende Christel Krauthoff (Mitte) mit den Weihnachtsengeln Heidi Lange (links) und Edith Dietrich (rechts). Quelle: Anna Schade
Eilenburg

Der Weihnachtsmann ist dieses Jahr leider ausgefallen, seine Helferinnen Heidi Lange und Edith Dietrich aber übernehmen seine Aufgabe und machen ihm dabei alle Ehre: Gut gelaunt und in weihnachtlicher Robe ziehen sie mit einem grünen Bollerwagen durch den Saal des Bürgerhauses und verteilen hübsch verpackte Päckchen. Nicht alle der rund 200 Gäste werden eines erhalten, ein wenig Glück gehört dazu, aber Neid ist bei der Weihnachtsfeier der Volkssolidarität nicht in der Luft.

Thiedmann zieht sich aus Vorstand des Kreisverbandes zurück

Viel eher wird die Stimmung anlässlich des weihnachtlichen Kommerzes nachdenklich. Als Anke Thiedmann, Vorsitzende des Landesverbandes der Volkssolidarität Nordsachsen, den Kommerzwahn an Weihnachten anspricht, erntet sie im Saal ein zustimmendes Raunen. Thiedmann wolle ihrer Familie dieses Jahr zu Weihnachten vor allem mehr gemeinsame Zeit schenken, erklärt sie und gibt in diesem Zuge ihren Rückzug aus dem Vorstand des Kreisverbandes Volkssolidarität Nordsachsen bekannt.  

Sanierte Straße als Weihnachtsgeschenk

Der Oberbürgermeister Ralf Scheler stimmt aktionistischere Töne an. Er freut sich über die Erfolge des letzten Jahres: Die Feuerwehr Eilenburg hat eine neue Drehleiter, acht Ortsteile haben eine schnelle Internetverbindung, die Eilenburger Kinder haben einen großen neuen Hort, den die Volkssolidarität betreibt. Es gibt also Erfolge vorzuweisen – und der Oberbürgermeister ist dementsprechend gut gelaunt und zugewandt. „Die Straße“ flüstert ihm da Christel Krauthoff, die Vorstandsvorsitzende der Ortsgruppe Eilenburg, vom Ehrentisch aus zu.

Sanierte Straße wird bald frei gegeben

Über die große Stadtpolitik vergisst der Oberbürgermeister Scheler dieses kleine abgeschlossene Projekt unter vielen. Für Christel Krauthoff und ihre Vereinsmitglieder ist die Sanierung der Eckartstraße aber ein ganz besonders Weihnachtsgeschenk. Denn an der Eckartstraße liegt die Begegnungsstätte der Volkssolidarität. Bald nun wird die sanierte Straße frei gegeben. „Für uns ist das schon von Bedeutung“, sagt Krauthoff. „Wir haben ja auch Leute, die sind über 80 und 90 Jahre alt. Nun ruckelt es nicht mehr und es gibt eine Laterne vor dem Haus.“

Der Kern ist die Begegnung

So wird die Begegnung zwischen älteren Menschen in Eilenburg wieder für alle möglich und das ist schließlich der Kern der Arbeit in der Volkssolidarität. Gerda Schwarz, 81, zum Beispiel kommt alle 14 Tage zum Chorsingen in die Begegnungsstätte. „Das bedeutet mir sehr viel“, sagt sie an einem festlich geschmückten Tisch sitzend. „Unter Menschen und in Gemeinschaft zu sein ist wichtig“. Sie lächelt, vielleicht weil sie zu jenen gehört, die von den Weihnachtsengeln mit einem hübschen kleinen Päckchen bedacht wurden, vielleicht aber auch einfach, weil sie hier dabei sein kann.

Von Anna Flora Schade

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