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Eilenburg: Stadt reagiert auf Kritik und gestaltet erste Ehrengräber neu

Eilenburg: Stadt reagiert auf Kritik und gestaltet erste Ehrengräber neu

Eilenburg. Anfang des Jahres hatte es Kritik gegeben: Der Zustand der Grabstätten prominenter Eilenburger auf dem Friedhof in der Stadt sei unwürdig.

Die Stadtverwaltung hat mittlerweile reagiert. Drei Ehrengräber sind kürzlich neu gestaltet worden. Am Projekt historischer Pfad, das der Museumsverein initiierte, wird ebenfalls weitergearbeitet.

Mit Funkien sowie Bodendeckern wie Zwergmispeln, Purpurglöckchen, und vereinzelten blühenden Stauden sind die Gräber nun unkrautfrei sowie ordentlich, aber pflegeleicht bepflanzt. Somit sind die letzten Ruhestätten von Anton Bernhardi, der als Arzt, Politiker und Erfinder des Kalksandsteins die Eilenburger Historie entscheidend geprägt hat, ebenso vorzeigbar wie die des Bankiers und Stifters Ferdinand Röber und die Familiengrabstätte von Emil Schrecker, der von 1858 bis 1893 Eilenburger Bürgermeister war und in seiner Amtszeit eine städtische Hilfskasse eingerichtet und die Schutzdämme gegen Hochwasser erhöht hatte.

Doch der Friedhof Mitte kann auch so etwas wie ein begehbares Geschichtsbuch werden, was er ja zum Teil auch schon ist. Deshalb tut sich nicht allein an den Gräbern etwas. Der Eilenburger Geschichts- und Museumsverein arbeitet deshalb mit zwei Schulen der Stadt zusammen, erklärt Museumsleiter Andreas Flegel. So engagiert sich dabei die Karl-Neumann-Förderschule. Eine Schülergruppe legt Fundamente der Georgenkapelle frei, die einst heutigen Eingang zur Torgauer Straße stand. "Wir sind bestrebt, unser Projekt bis Schuljahresende abzuschließen", erläutert Leiterin Cornelia Maiwald. Gerade am Montag hätten Schüler erneut auf dem Friedhof gearbeitet. In der nächsten Woche werde es auf alle Fälle wieder einen Einsatz geben, tragen die Schüler unter Leitung von Geschichtsvereinsmitgliedern einen Teil der Grasnabe ab. Dort soll später Kies eingebracht werden, auf dem Grabsteine, die nicht mehr auf Gräbern in Gebrauch sind, besser präsentiert werden können, erklärt Flegel.

Derzeit wird an der grafischen Gestaltung der Tafel, die am Eingang platziert werden soll, gearbeitet, berichtet auch Jörg Böhme, der in der Stadtverwaltung für die Friedhöfe zuständig ist. Spätestens zum Jahresende solle dieser Informations-Punkt für den historischen Friedhofspfad angebracht sein.

Die Schüler der Friedrich-Tschanter-Oberschule wiederum haben inzwischen Fakten für die Biografien der historischen Persönlichkeiten zusammenzutragen. Diese werden dann in einem Heftchen für den Pfad zusammengestellt, das es im Museumshop geben soll. Auf der Infotafel werden wiederum kurze Angaben zu den Verdiensten der einzelnen Eilenburg-Promis gemacht, ist vom Museumsleiter zu erfahren.

Der Friedhof ist nicht mehr dicht belegt, die heute parkähnliche Anlage gehöre zu den ältesten ihrer Art der Stadt, erklärt Andreas Flegel. Es geht langsam aber stetig voran. "Das Projekt ist auf drei Jahre angelegt. Eins davon ist jetzt rum."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.06.2014
Heike Liesaus

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