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Eilenburg Eilenburg benennt Platz nach Partnerstadt Butzbach
Region Eilenburg Eilenburg benennt Platz nach Partnerstadt Butzbach
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14:19 19.05.2015
Michael Merle (links) und Hubertus Wacker enthüllen das Schild am Kreisel in der Leipziger Straße, der jetzt offiziell Butzbacher Platz heißt. Quelle: Alexander Bley

Den Rathaus-Chefs aus Eilenburg und Butzbach war es gestern Vormittag vergönnt, das Schild zu enthüllen. Stadträte, Mitarbeiter der Verwaltung, Mitglieder des Magistrats und Eilenburger waren ebenso dabei. Die mittlerweile 24 Jahre bestehende Partnerschaft hat damit einen festen und präsenten Platz mitten in den Muldestadt gefunden.

Während sich der Autoverkehr um den Kreisel schlängelt, versammeln sich wenige Meter weiter, an einem großen Findling unweit des Geländers zum Mühlgraben, Vertreter aus Eilenburg und Butzbach. Noch verhüllt ein weißes Tuch die Namens-Tafel. Jürgen Weiße. Chef des Sozialverbandes VdK und Linke-Stadtrat Jürgen Clauß sind nicht ganz unschuldig daran, dass es zu diesem Termin gekommen ist. Bei mehrfachen Besuchen in Butzbach stellte Weiße fest - Butzbach hat einen Platz, der nach der Partnerstadt benannt ist, Eilenburg nicht. Verbands-Vize Jürgen Clauß, zugleich Stadtrat, trug das Anliegen schließlich im Gremium vor. Das politische Bekenntnis fiel vor rund einem Jahr, die Suche nach einem geeigneten Platz und die Antwort auf die Frage der Gestaltung zog sich allerdings hin, was Jürgen Clauß mehrfach dazu bewog, das Thema im Stadtrat anzusprechen. Der Geschichts- und Museumsverein schließlich brachte den Vorschlag, der jetzt umgesetzt wurde - den Kreisel. Der erfüllte zwei Grundvoraussetzungen: zentrumsnah und möglichst so, dass nur wenige Anlieger von einer Adressenänderung betroffen sind.

Eigentlich sei er kein Freund von Symbolen und Denkmalen, räumt Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos ein). "Der Platz ist wichtig, der Stein ist wichtig, aber eine Partnerschaft lebt von denen, die sie gestalten, wie die Bürger, Schulen, Vereine und Verbände." Mit dem Kreisel sei einer der schönsten und größten Plätze - neben dem Marktplatz natürlich - gefunden. Er hoffe, dass die Stadt den Butzbachern so gewissermaßen einiges zurückgeben könne, was die hessische für die sächsische Stadt getan hätte. "Danke, dass es den Butzbacher Platz in Eilenburg gibt", sagt der Bürgermeister der Partnerstadt, Michael Merle (SPD), der gemeinsam mit den Magistratsmitgliedern Manfred Schütz, Anton Huber, Dieter Zörb, Dieter Söhngen sowie der Vorsitzendenden des Städtepartnerschaftsvereins, Christine Borchers-Fanslau nach Eilenburg gereist ist. Es sei "ein besonderer Moment". Es habe auch in seiner Stadt seine Zeit gedauert, bis ein solch sichtbares Zeichen der Partnerschaft geschaffen wurde. 1990 pflanzten die Butzbacher für Eilenburg einen Baum, 20 Jahre sollte es dauern, bis der Platz den Namen der Muldestadt erhielt. Wichtig seien aber vor allem die menschlichen Begegnungen, "und die wolle man sich auch für die Zukunft bewahren". Jürgen Weiße ist zufrieden mit dem Ergebnis: "Es hat zwar etwas gedauert, aber was lange währt, wird auch gut." Es sei ein ständig präsentes Symbol für die Städtepartnerschaft. Der Stein, an dem die Tafel angebracht ist, steht schon seit 1985 in Eilenburg. In der Ostbahnhofstraße wurde der aus der Kiesgrube in Groitzsch stammende Findling einst aufgestellt, zur Erinnerung an den Tag der Befreiung.

Stein und Tafel mit dem Namen Butzbacher Platz bleiben in Eilenburg, eine gerahmte Luftbildaufnahme vom Kreisverkehr-Areal nahmen die Hessen als Gastgeschenk nach ihrem Kurzbesuch in Sachsen gestern mit auf die Heimreise.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 16.05.2014

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