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Eilenburg beschildert Schleifen-Rundweg

Eilenburg beschildert Schleifen-Rundweg

Die Eilenburger Schleife kommt endlich ins Stadtbild. Kreiswegewart Uwe Laslo und Bauhof-Mitarbeiter Daniel Thoms bringen dieser Tage gemeinsam jede Menge neue grün-weißer Schilder an.

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Daniel Thoms (links) und Uwe Laslo schrauben die neuen Radwegweiser, zu denen auch das Schleifen-Signet gehört, an der Ecke Weinbergstraße an.

Quelle: lis

Eilenburg. So auch an der Ecke Weinbergstraße/Bergstraße.

Insgesamt 43 Standorte bestückte das Duo entlang der zirka neun Kilometer langen Schleifen-Route, nicht allein an neu aufgestellte Pfosten wie in der Weinbergstraße. Andernorts genügen einzelne Schildchen. Oder es waren sogenannte Tabellenwegweiser anzuschrauben, an denen die verschiedenen Ziele untereinander angeordnet sind.

"Wir haben damit gleich mehrere Fliegen mit einer Klappe geschlagen", freut sich Heiko Leihe, in der Stadt verantwortlich für Wirtschaftsförderung: "Damit sind nicht allein touristische Ziele wie Freizeit- und Erholungszentrum, sondern auch infrastrukturelle Dinge wie das Krankenhaus ausgeschildert."

"Eine einzigartige Sache", zeigt sich Wegewart begeistert. "Damit ist es meines Wissens nach erstmalig einem Mittelzentrum gelungen, eine solche Geschichte aus eigenen Mitteln zu stemmen." Laslo hat einen gewichtigen Anteil. Denn er erstellte das Beschilderungskonzept. "Wir hätten sonst ein Büro beauftragen und finanzieren müssen", erklärt Heiko Leihe. Das hätte noch einmal Tausende Euro gekostet und die Wegweiser währen wahrscheinlich immer noch nicht da. So ging es nur um die Schilder, für die nun zirka 6000 Euro aus dem Eilenburger Haushalt geflossen sind. Laslo ist optimistisch, dass das Geld stabil angelegt ist: in Metallprofile, die nicht so leicht einknicken, die solide beschichtet und hoch angeschraubt sind.

Zwar war das primäre Anliegen, die Schleife auszuweisen, um Touristen vom Mulderadweg zu Sehenswürdigkeiten der Stadt zu locken. Doch es sollten keine halben Sachen gemacht werden. Was heißt: Das gelbe Schleifen-Logo ist ein Zusatzschild unter den Wegweisern, die sich ansonsten ins Radverkehrskonzept des Freistaates einfügen. "Das ist so geordnet wie die Beschilderung im Straßenverkehr", erläutert Laslo. Selbst gewisse Hürden sind erkennbar. Der Schilderbaum in der Weinbergstraße zeigt zum Beispiel: Auf dem Wegstück bergab oder -auf bewegt sich der Radler neben erheblichen Verkehrsströmen und es gibt je nach Richtung acht Prozent Steigung oder Gefälle. Damit müssen diejenigen auf der Mühlenradtour nach Delitzsch zurechtkommen. Diese konnte im Zuge der Schleife auf Eilenburger Gebiet ebenfalls ausgeschildert werden. Der Schleifennutzer quert an dieser Stelle die Bergstraße. Und das ist einer der beiden Knackpunkte auf verkehrstechnischer Seite: Von der Marienstraße aus darf nur nach rechts und nicht geradeaus geradelt werden. Der Radfahrer müsste also selbst erkennen, dass er absteigen soll, so Leihe. Und von der Kastanienallee Richtung Mehring-Straße muss die Fahrbahn auf der Muldebrücke zwei Mal überquert werden, weil für gegenläufiges Radeln die breit erscheinenden Wege immer noch zu schmal sind.

Was noch fehlt, seien die größeren Übersichtstafeln an der Kastanienallee, am Bahnhof und die Beschilderung am Kreisverkehr Kospaer Landstraße, der demnächst gebaut wird. Offizielle Übergabe der Schleifen-Beschilderung soll im April sein.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 25.02.2015
Von Heike Liesaus

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