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Eilenburg Eilenburg bringt ausgemusterte Parkuhren unter den Hammer
Region Eilenburg Eilenburg bringt ausgemusterte Parkuhren unter den Hammer
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00:40 27.06.2015
Wer will eine alte Parkuhr ersteigern? Am 4. Juli ist das in Eilenburg möglich. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Das Lager sei wieder voll genug, erklärt Jörg Böhme, Leiter des Bürgerbüros im Rathaus, wo auch Fundsachen angenommen werden. Die Muldestädter lassen immer mal was liegen. So liefern ehrliche Finder jeden Tag irgendetwas ab: Viel Kleinteiliges wie Uhren, Portemonnaies, Spielzeug, das möglicherweise aus Kinderwagen fiel, vergessene Taschen. Im Angebot ist aber auch Größeres: Fahrräder.

"Wir haben bei der letzte Versteigerung gemerkt, dass der Abstand zum Termin zuvor einfach zu groß war", so Böhme. Denn damals standen nach zwei Jahren Pause zirka 70 Drahtesel auf dem Platz vor den Garagen auf dem ehemaligen Kasernengelände in der Belian-Straße. Nur die Hälfte fand einen neuen Besitzer. Weitaus mehr Gegenstände standen zur Versteigerung, als die potenziellen Bieter kamen. Die Prozedur dauerte für alle Beteiligten viel zu lang. "Diesmal haben wir aber auch 30 bis 40 Fahrräder", ist vom Leiter des Bürgerbüros zu erfahren. Darunter sind noch einige aus dem vorigen Jahr. Aber ein Teil sei nun doch verschrottet worden. Außerdem liegt der Termin am Beginn des Sommers. Auch davon werden gerade für die Räder erhöhte Versteigerungs-Raten erhofft: Ein großer Teil der Saison steht noch bevor. Mitarbeiter des Bauhofs würden übrigens vor Ort sein und helfen, die Fahrräder in Gang zu bekommen.

Gespannt sind die Organisatoren auf die Nachfrage nach den ausgemusterten Objekten aus den städtischen Beständen: Da sind zum Beispiel eine Kehrmaschine, ein VW Pritschentransporter, zwei Mercedes-Kleinbusse, ein Großkopierer mit defektem Seiteneinzug und mehrere elektrische, funktionstüchtige Schreibmaschinen. Sogar fünf Parkuhren sind im Angebot. "Das sind mechanische, die tickten noch richtig. Sie kommen von einem amerikanischen Hersteller", stellt Böhme fest. Ersatzteile seien dafür schwer zu bekommen, aber für Sammler oder als Deko-Objekte dürften sie Wert haben. Aus rechtlichen Gründen wird alles als defekt versteigert. Denn es kann keine Gewährleistung geboten werden.

Während der Erlös für diese Gegenstände direkt in den städtischen Haushalt eingehen kann, kommt das Geld für Fundsachen erst auf ein Verwahrkonto. Drei Jahre lang können dann noch Ansprüche angemeldet werden. Zuvor gelten aber auch Verwahrfristen für die Stücke. Falls also jemand etwas nach dem Besuch des Stadtfestes 2015 vermisst, oder abgegeben hat: Diese Funde dürfen erst zu einem späteren Zeitpunkt unter den Hammer kommen. Die Sachen werden mindestens ein halbes Jahr aufbewahrt, bevor sie in die Versteigerung gehen. Auch Finder, die etwas abgegeben haben, können noch bis zum 2. Juli ihre Ansprüche geltend machen.

Die Auktion findet am 4. Juli ab 11 Uhr in der Dr.-Belian-Straße hinter dem Sportplatz statt. Der Weg ist ausgeschildert. Die Fundsachen können ab 10 Uhr besichtigt werden. Die ersteigerten Dinge müssen vor Ort bar bezahlt und mitgenommen werden. Das Bürgerbüro ist unter Telefon 03423 652261 zu erreichen.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 24.06.2015
Von Heike Liesaus

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