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Eilenburg im Wandel: Stadt bekommt dank Förder-Millionen ein neues Gesicht

Eilenburg im Wandel: Stadt bekommt dank Förder-Millionen ein neues Gesicht

Zig Millionen Euro sind seit Anfang der 1990er Jahre über die diversen Städtebau-Förderungen nach Eilenburg geflossen. Geld, das an vielen Stellen dafür gesorgt hat, dass sich das Stadtbild gravierend änderte.

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Eines der Projekte, welches über das Programm aktive Stadt- und Ortsteilzentren gefördert werden könnte: die Sanierung des Hauses Torgauer Straße 8/9.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Dabei stehen im Wesentlichen zwei Ziele im Vordergrund: Zum einen muss sich die Stadt an die gesunkene Zahl der Einwohner anpassen. Das hieß in den vergangenen Jahren an vielen Stellen: Abriss. Aber zum anderen sollen die vorhandenen Gebäude erhalten und besser nutzbar gemacht werden und somit für die Bewohner lebenswerter.

Ausstellungstafeln, die neuerdings im Rathausflur hängen, zeigen, was dank der Förderungen bereits möglich wurde und werden kann. Noch bis 2019 läuft zum Beispiel das Programm "Aktive Stadt- und Ortsteilzentren", das Areale in der Innenstadt zwischen Torgauer und Leipziger Straße, Nordring und Wallstraße umfasst. Immerhin weisen diese Gebiete im Herzen Eilenburgs zwölf Prozent Wohnungsleerstand auf. Eigentlich völlig zu Unrecht. Im Rollenstraßen-Quartier ist es beispielsweise weitläufig, grün und ruhig. Es bietet Einkaufsmöglichkeiten, Schulen, Kitas und Arztpraxen im Umfeld. Die Wohnungen, die derzeit von der Eilenburger Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft an der Wallstraße saniert werden, zeigen, dass gerade diese Lagen bei passenden Grundrissen und Ausstattungsstandards sehr gefragt sind.

Beispiele, die in den kommenden vier Jahren noch vom Stadt- und Ortsteil-Programm profitieren könnten, werden in der Ausstellung ebenso aufgeführt: die Karlstraße 4, ein Wohnblock ebenfalls im Quartier an der Rollenstraße; das Haus Torgauer Straße 49, das als Schandfleck immer wieder für Nachfragen seitens der Anwohner sorgt, aber in Landeseigentum ist, sowie die Sanierung des Hauses Torgauer Straße 8/9, das der Wohnungsbau- und Verwaltungsgesellschaft gehört. Auch für jeden privaten Hauseigentümer gibt es Förderungen: 40 Prozent bei "Modernisierung der äußeren Hülle", bei denkmalgeschützten Gebäuden können es bis zu 65 Prozent sein. Ebenfalls 40-prozentige Förderung der Fassaden-Erneuerung gibt's noch beim Stadtumbau-Programm im "Stadtteilzentrum Ost". Das läuft noch bis 2020. Damit wird für Abbruch auch eine Pauschale in Höhe von 50 Euro Pro Quadratmeter Nutzfläche zur Verfügung gestellt. Immer noch ist dort vom Rückbau von 365 Wohneinheiten die Rede. Aber im Blick ist vor allem die Aufwertung des Umfelds und der Außenanlagen der Kitas "Bummi-Kneipp", "Löwenzahn" und am Gymnasium oder die Umgestaltung des Garagenstandorts an der Torgauer Landstraße.

Allein mit dem Programm "Städtebauliche Sanierungs- und Entwicklungsmaßnahmen" flossen und fließen bis Ende 2016 insgesamt 17,7 Millionen Euro in die Muldestadt. Auch hier gilt: Bund, Land und Stadt tragen die Fördermittel zu je einem Drittel. Diesem Umstand ist bereits der Ausbau der Marienstraße, die Gestaltung des Grüngürtels am Nordring, die Erneuerung der Treppen zum Sorbenturm zu verdanken. Derzeit läuft der Umbau des alten Gefängnisses auf dem Burgberg.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 20.05.2015
Von Heike Liesaus

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