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Eilenburg Eilenburg nimmt weitere Flüchtlinge auf
Region Eilenburg Eilenburg nimmt weitere Flüchtlinge auf
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16:00 23.07.2016
Am Nordring sind die ersten fünf Wohnungen von Asylbewerbern bezogen worden. Quelle: Karin Rieck
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Eilenburg

In den nächsten Tagen sollen sowohl in Eilenburg-Ost, Windmühlenstraße, als auch in Stadtmitte, Nordring, weitere Asylbewerber einziehen. Darüber informierte das Landratsamt. In der Muldestadt mussten und müssen seit Jahresbeginn – wie auch anderswo – Flüchtlinge aber zurzeit nicht in dem Maß aufgenommen werden, wie ursprünglich gedacht. Dezernentin Angelika Stoye, die auch für diesen Bereich zuständig ist, sagte, der Landkreis habe mit der Erstbelegung der Domizile im genannten Wohnprojekt der Riesaer Wohnheimbetriebsgesellschaft mit rund 45 Wohnungen bereits begonnen. „Aktuell sind derzeit fünf Wohnungen belegt. Mit der nächsten Neuzuweisung in diesem Monat folgen weitere.“ In welchem Umfang – das hänge von der Situation in den Erstaufnahmeeinrichtungen in Chemnitz und Leipzig ab. Die Zuweisungen würden meist kurzfristig erfolgen.

Abläufe sollen sich einspielen

Für die Auswahl, wo welche Familien und Einzelpersonen im Landkreis hinpassen, würden viele Kriterien eine Rolle spielen. „In Eilenburg legen wir wie bei allen neuen Wohnprojekten darauf wert, dass die Zuweisungen nach und nach erfolgen, damit sich die Abläufe bei den Betreibern und den Sozialarbeitern einspielen können.“

Mit den ersten vier Familien und einer WG junger Männer, die tagsüber in der Schule lernen oder studieren, gebe es bislang im Nordring in der Nachbarschaft zu den Einheimischen keine negativen, eher positive Erfahrungen. „Wir bemühen uns um Lösungen für all die Fragen und Konflikte, die der Alttag so mit sich bringt“, so Sozialarbeiterin Sandy Eichner. Neben Behördengängen gemeinsam mit den Asylbewerbern oder Schulungen, wie die Müllentsorgung funktioniert, gibt es Hilfe beim Umgang mit Haushaltsgeräten oder eine Vermittlung, wenn es mal Wand an Wand zu laut werden sollte. „Die Verständigung klappt gut in Englisch oder mit Händen und Füßen.“ Die junge Frau kümmert sich wie ihre Kollegen in den beiden Kontaktbüros, die der Vermieter am Nordring und in der Windmühlenstraße nebst einem Wachschutz eingerichtet hat, um alle Belange, die Asylbewerbern ihre Zeit in Eilenburg erleichtern, aber auch den unmittelbaren Nachbarn das Zusammenleben mit ihnen.

Zurzeit leben insgesamt etwa 250 Menschen mit einem anerkannten Asylverfahren in der Muldestadt, war im Rathaus zu hören. Diese Zahl könnte, werden die noch vorgesehenen Domizile belegt, auf etwa 400 wachsen.

Mieter vermissen Informationen

Mieter am Nordring, die seit Kurzem die Riesaer Gesellschaft als Vertragspartner haben, wünschen sich mehr Informationen, ob künftig auch bezüglich der Sanierung der Häuser etwas passiert. „Wir würden uns die dafür Zuständigen ebenfalls mal vor Ort zu einem Gespräch wünschen“, so eine Bewohnerin.

Von Karin Rieck

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