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Eilenburg Eilenburg saniert Kapelle auf dem Mansberg
Region Eilenburg Eilenburg saniert Kapelle auf dem Mansberg
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20:27 27.09.2018
Jens Wiegleb und Marco Sparfeld (knieend) vom Bad Dübener Teppicheck bei den Bodenarbeiten auf der Empore der Kapelle. Quelle: Ilka Fischer
Eilenburg

Das Dach ist bereits komplett gedeckt, der Patsch-Putz an der nordwestlichen Giebelseite wurde inzwischen ausgebessert. Auch in der neuen barrierefreien Toilette müssen nur noch letzte Handgriffe erfolgen. Die diesjährigen Arbeiten an der Friedhofskapelle auf dem Eilenburger Mansberg nähern sich damit dem Ende. Seit Mai sind hier unter anderem Dachdecker, Klempner und Heizungsbauer vor Ort. „Im ersten Bauabschnitt“, so Drafi Gredig, der die Baustelle für die Stadt Eilenburg betreut, „geht es im Wesentlichen erst einmal um die eigentliche Kapelle sowie den Teil des Mittelgebäudes, in dem sich die vier Kühlzellen befinden.“ 320 000 Euro hat die Stadt dafür eingeplant. Im Moment laufen noch die Restarbeiten im Inneren. Dazu gehören das Verlegen von Linoleum auf der Empore der Kapelle, aber auch das Malern und letzte Arbeiten im Bereich der Heizungs- und Elektrotechnik. Dabei wurde so investiert, dass eine fünfte und sechste Kühlzelle relativ unproblematisch nachgerüstet werden können.

Engpässe in Sachen Kühlzellen

Ursprünglich, so weiß Jörg Böhme, Leiter des Friedhofswesens bei der Stadt, waren die Räume als Schauzellen gebaut worden. „Eine solche Nutzung fand während meiner Amtszeit aber nicht einmal statt.“ Deshalb bietet es sich einfach an, die Räume, die sich unmittelbar an die bisherigen Kühlzellen anschließen und die die gleichen Maße haben, perspektivisch für eine Erweiterung zu nutzen. In der Vergangenheit habe es schließlich bereits kleinere Engpässe gegeben. Mittel- und langfristig ist von einer erhöhten Nachfrage bei den Kühlzellen auszugehen, zumal im weiteren Umfeld der Stadt keine entsprechenden Möglichkeiten zur Verfügung stehen.

Die Hälfte der Energiekosten sparen

Blick auf die Friedhofskapelle auf dem Eilenburger Mansberg. Quelle: Ilka Fischer

Die Stadt, die die Investition in das denkmalgeschützte Gebäude aus finanziellen Gründen immer wieder verschieben musste, kann künftig bei den Betriebskosten sparen. Genaue Zahlen, so Ronny Kern von der Haupt-Ingenieursgesellschaft aus Eilenburg, gebe es immer erst, wenn die Sache läuft. Doch mit einer 40- bis 50-prozentigen Einsparung bei den Energiekosten rechne er schon. So laufe in dem Gebäude, das vorher nur mit Gas beheizt wurde, eine Luftwärmepumpe. Dadurch kann die Abwärme der Kühlzellen in die neue Fußbodenheizung der Kapelle fließen.

Beispiel für Friedhofsarchitektur der 1950er-Jahre

Wann die Stadt dann auch den östlichen Teil des Gebäudes, für den es derzeit keine wirtschaftliche Nutzung gibt, in Angriff nehmen kann, ist offen. Die Sanierung wird sich aber auf jeden Fall noch etwas hinziehen. Das gesamte Ensemble steht als Beispiel für die Friedhofsarchitektur der späten 1950er-Jahre unter Denkmalschutz. Damals war der Friedhof Mansberg jedoch als zentraler Begräbnisort für ganz Eilenburg geplant. Die Stadt hatte in dieser Zeit noch mehr Einwohner. Die Anlagen wurden ebenfalls entsprechend dimensioniert.

Von Ilka Fischer

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