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Eilenburg Eilenburg spielt Theater: Vineta-Dinner, Verzettelt und das unbekannte Weihnachtsstück
Region Eilenburg Eilenburg spielt Theater: Vineta-Dinner, Verzettelt und das unbekannte Weihnachtsstück
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08:00 28.05.2017
Nadine Fritzsche ist die Vereinsvorsitzende beim Eilenburger Laientheater.
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Eilenburg

Die Spannung hat gehalten bis zum Schluss. Die Reihe der Aufführungen des ersten Eilenburger Theater-Dinners kann die Gruppe um der Erwachsenen um Vereinsvorsitzende Nadine Fritzsche als vollen Erfolg verbuchen. Doch wie geht es nun weiter nach vier Vineta-Aufführungen? „Ob wir das Dinner fortsetzen, ist noch völlig offen. Eine jährliche Aufführung wird wohl nicht möglich sein, denn wir brauchten ja ein ganzes Jahr Vorbereitung“, sagt Nadine Fritzsche, die Vorsitzende des Eilenburger Laientheater-Vereins.

Alle vier Aufführungen „Vineta – Die versunkene Stadt, oder was wäre, wenn Eilenburg in der Mulde absaufen würde“ waren schon lange vor der Premiere im Februar ausgebucht. Auch alle anderen Zweifel hatten sich nicht bestätigt. Geht so etwas überhaupt in einem Gartenlokal? Kann das eine Darsteller-Gruppe aus einem Verein, der sich schließlich gleich selbst Laientheater nennt? Immerhin ist dieser vor allem für Stücke, die Kinder und Jugendliche spielen oder ansehen, bekannt.

Schlossaue unter Wasser

Mit dem grotesken Vineta-Theaterkabarett wollte die Gruppe nun mit einem Stück von und für Erwachsene überzeugen, hatte sich zudem professionelle Leitung für die Regie geholt. „Toll war, dass das Team des Schlossaue-Lokals voll auf die Idee eingestiegen ist. Wir hätten nicht gedacht, dass selbst noch kleine Fisch-Kekse gebacken werden. Wir hatten unseren Aufwand allerdings auch etwas unterschätzt, nicht berechnet, wie viel Aufbauzeit wir für jede Aufführung brauchen“, räumt Fritzsche ein. So setzte auch die Schlossaue-Crew ihre Ruhezeit mit ein. Die Gaststätten-Räume wurden jedes Mal unter anderem mit viel blauer Folie in eine Unterwasserwelt verwandelt.

Jugendtheater in Großenhain

Auch ohne Erwachsenen-Theater geht der große „Rest“ der Vereinsarbeit weiter. So hatte die Jugendgruppe zum Bespiel mit ihrem Stück „Verzettelt“ Premiere, war zu den Großenhainer Theatertagen eingeladen. Der Jugendkunstpreis Sachsen hatte das Thema „Ansichtssache“. Dazu wurde aus Improvisationen ein Stück entwickelt, das Liebesgeschichten in Zeiten der neuen Medien erzählt. Da geht es um permanente Handy- Nutzer, um Pokemon-Fans, um Ökos, die sich am Kiosk treffen. Aufgeschrieben hat es die gerade mal 18-jährige Aicha-Maria Bracht, die auch die Lilie in Vineta spielte.

Nach den Sommerferien starten schon wieder die Proben fürs Weihnachtmärchen. Welches wird es sein? Inzwischen hat es sich entschieden: Diesmal wird der Prinz das schlafende Dornröschen wecken. Nun geht es um die Fragen: Wer? Was? Wie? Eins steht schon fest: Am ersten Adventssonntag ist Premiere.

Von Heike Liesaus

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