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Eilenburg Eilenburg sucht nach Käufer für ECW-Gebäude in Frankreich
Region Eilenburg Eilenburg sucht nach Käufer für ECW-Gebäude in Frankreich
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00:31 17.03.2018
Das ehemalige ECW-Gebäude in Eilenburg steht zum Verkauf. Quelle: Alexander Prautzsch
Eilenburg

Die Stadt Eilenburg wirbt auf der bis Sonnabend im französischen Cannes stattfindenden MIPIM, der führenden internationalen Fachmesse der Immobilienbranche, für den Verkauf des ehemaligen ECW-Verwaltungsgebäudes in der Ziegelstraße. Zumindest indirekt, vor Ort wird die Stadt Leipzig die Hälfte des deutschen Pavillons bespielen und damit als einzige ostdeutsche Stadt vertreten sein.

Moderne Präsentation

Herzstück ist ein interaktiver Planungstisch, an dem mit einer App über Smartphones und Tablets virtuelle 3D-Modelle der Stadt und der Region Leipzig entstehen und dadurch erlebbar werden. „Das Gebäude kann so von allen Seiten betrachtet werden, angedacht ist, dass dies auch mal von innen möglich ist“, so Heiko Leihe vom Oberbürgermeisterbereich. Ergänzt wird dieses Konzept von 360-Grad-Videos und einer virtuellen Wand. Die Invest Region Leipzig GmbH organisiert und managt den Auftritt und hat für die Messe zahlreiche namhafte und starke Partner zusammengebracht, darunter Leipzig Travel, Flughafen Leipzig/Halle sowie Marken-Partner wie RB Leipzig und Porsche Leipzig.

Objekt steht unter Denkmalschutz

Für die Muldestadt ist dies eine weitere Möglichkeit, nach Kauf-Interessenten für die Immobilie zu suchen. Seit über zehn Jahren gibt es das Ansinnen, das restaurierungs- und sanierungsbedürftige sowie denkmalgeschützte Objekt mit 3200 Quadratmeter Nettogeschossfläche an den Mann zu bringen. Der Hauptteil wurde 1916 errichtet, bis Ende der 1990er-Jahre wurden von hier aus 2400 Mitarbeiter des Eilenburger Chemiewerkes verwaltet und koordiniert. Bis auf den einstigen Verwaltungssitz wurden die meisten leerstehenden Gebäude abgebrochen.

Verkauf scheiterte bisher

2017 hatte die Stadt ein Exposé erstellen lassen, das zum einen aussagt, dass das Haus sich besondere für Büroräume eignet. Zum anderen trifft es es auch Informationen dazu, was an der Raumkubatur geändert werden könnte und welche Auflagen der Denkmalschutz vorgibt. Interessenten gab es in den letzten Jahren einige: Im Oktober 2014 scheiterte der Verkauf in letzter Minute am Veto des Stadtrates. Das Konzept zum Umbau in ein Pflegeheim überzeugte nicht. Zuletzt rückte es in den Fokus eines Amerikaners, der auf der Suche nach einem Domizil für eine Forschungseinrichtung ist. Näheres ergab sich daraus aber nicht.

Von Kathrin Kabelitz

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