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Eilenburg Eilenburg versteigert am Sonnabend Kunst für den guten Zweck
Region Eilenburg Eilenburg versteigert am Sonnabend Kunst für den guten Zweck
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08:50 17.05.2017
Steht unter anderem bei der Benefiz-Kunstauktion zur Versteigerung: Max Klingers Grafik „Bär und Elfe“. Quelle: privat
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Eilenburg

Vor großen Feiern wird geputzt, so auch vor der Museumsnacht mit Benefiz-Versteigerung in Eilenburg. Nicht allein die Fassade des Roten Hirschs ist frisch saniert, auch die metallenen Kalenderblätter der Kunstinstallation über dem Eingang und die Fenster sind gewienert. Die neue Sonderschau wird gerade aufgebaut. Das Haus macht sich bereit für viele Besucher am Samstagabend (20. Mai) und beim wissenschaftlichen Symposium tagsüber im Bürgerhaus. Angesagt sind außergewöhnliche Gäste, Referenten und Mitorganisatoren: Angehörige des Grafengeschlechts zu Eulenburg, das die Stadt prägte, auch wenn es diese vor Jahrhunderten verließ.

Kunst-Schätzung

Um die Geschichte der Grafen, der Stadt und um Sagengestalten, die innig mit der Familie verbunden sind, dreht es sich an diesem Tag: „Eilenburg, Ilburg, Eulenburg und die Heinzelmännchen“ – so auch der Titel der Ausstellung, die abends im Museum eröffnet wird. Und selbst die Benefiz-Auktion im Rahmen der Museumsnacht ist ein Novum. Besucher dieser Versteigerung können Werke, heißt Grafiken und bildende Kunst aus ihren Beständen mitbringen, um sie in der Zeit der Vorbesichtigung schätzen zu lassen, informiert Dr. Michael Ulbricht vom gleichnamigen Leipziger Auktionshaus.

Unterhaltsames Event

Mit derartigen Benefizversteigerungen habe er seit 20 Jahren Erfahrung. Schwerpunkt ist der Osten Deutschlands von Zingst bis Bad Elster. „Grundsätzlich sind es Auktionen in Zusammenarbeit mit Museen, Schlössern oder zum Bespiel die Kinderkrebshilfe. Es sind unterhaltsame Events, die mit Anekdoten und Hintergrundgeschichten gewürzt werden.“

Nun ist von allseits bekannten Namen wie Max Klinger, Neo Rauch, Andy Warhol, Marc Chagall und Josef Beuys die Rede. Doch „für Eilenburg habe ich auch extra etwas von Alexander König herausgesucht“, erklärt Ulbricht. König, der einstige Eiskunstläufer, stammt aus Eilenburg und malt. „Das ist eine Ausnahme. Denn wir orientieren uns nicht an der regionalen Herkunft. Aber die Qualität hat überzeugt.“ Von König kommen also Eiskunstlaufmotive unter den Hammer.

Von ganz andere Art aber sind die Sujets des Grafikers Ralf Bergner. Von dem Berliner kommen witzige Radierungen zur Deutschen Einheit in die Versteigerung, die mit „Operette in sechs Akten von Helmut Kohl, Musik von H.D. Genscher“ beschrieben sind. Keine Angst vor hochwertiger Kunst also, es wird durchaus populär gedacht. „Katzenbilder gibt es auch modern gezeichnet“, sagt der Auktionator augenzwinkernd. „Und ich sage dann immer: Wer eine Katze hat, bekommt Rabatt. Hundebesitzer müssen mehr zahlen.“ Jedenfalls sei für junge Sammler ab 40 Euro etwas dabei, bei anderen Werken habe das Mindestgebot schon mehr Stellen. Jedenfalls sollte Kunst zur Freunde gekauft werden, um mit Bildern zu leben. In diesem Fall gibt’s noch einen Grund mehr: die gute Sache. 15 Prozent der Erlöse kommen dem Museum zu Gute.

Samstag, 20. Mai 2017, 10 bis 16 Uhr: Symposium mit Vorträgen im Bürgerhaus (Restkarten und 10 Freikarten für Schüler noch vorhanden). 17 bis 18.30 Uhr: Kunstauktion im Museum, 19 bis 23 Uhr Museumsnacht, 19 Uhr Ausstellungseröffnung im Roten Hirsch, Torgauer Straße 40.

Von Heike Liesaus

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