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Eilenburg wächst das Grün über den kopf

Eilenburg wächst das Grün über den kopf


Eilenburg. Es grünt in Eilenburg. Doch worüber sich alle zu Beginn des Frühjahrs freuen, sorgt wenige Wochen später für Verdruss: Das Gras wächst höher als erwünscht.

. Sowohl auf Flächen der Stadt, aber auch an vernachlässigten Grundstücken macht sich die Natur breit. Das sorgte für in der Einwohnerversammlung des Stadtteiles Berg neben zugeparkten Straßen und Ampelschaltungen für Diskussionsstoff.

Da ist zum Beispiel die Ecke Grenzstraße/Mittelstraße. „Das war mal ein schöner Fleck, aber da wird gar nichts mehr gemacht. Das muss doch auch mal gemäht werden", ärgerte sich

Helga Möhnike über die hohen Halme.

„Gerade für solche kleinen Ecken würde ich gerne Pflegeverträge mit Anwohnern abschließen, die sich gegen eine Aufwandsentschädigung darum kümmern", erklärte Eilenburgs Oberbürgermeister Hubertus Wacker (SPD). Es könne aber generell nicht angehen, dass in der Stadt neue Anlagen entstehen und alte nicht mehr gepflegt werden, setzte Möhnicke nach. Was sei denn zum Beispiel an der Ecke Marienstraße geplant? Dort wurde, wie berichtet, das leerstehende Wohnhaus abgerissen, bevor die Hangsanierung begann. „Die neue Trasse soll zweispurig werden", erläuterte Wacker den Grund. Für die verbleibende Fläche sei die Stadt mit einem Anlieger in Verhandlung, der interessiert sei, das Stück zu kaufen.

Am Hugo-Jäckel-Platz vor dem Radgeschäft, nahe der Bergstraße, wächst zwar nicht viel Gras unter den Bäumen, aber dort seien die Bänke in solch einem verwahrlosten Zustand, dass sich niemand mehr darauf setzen kann, wurde ein weiteres Beispiel genannt. Auch auf dem Bergfriedhof biete das wuchernde Grün keinen ordentlichen Anblick. – Die beauftragte Firma könne nicht überall zugleich sein, müsse die Sachen nach und nach abarbeiten, war seitens der Verwaltung zu hören.

Es sollte einfach jeder mal dran denken, kleine Flächen in seinem Umfeld mitzumähen, forderte Karin Fischer, Stadträtin der CDU-Fraktion auf. Sie selbst mache das auch am Nordring. Andererseits habe die Stadt aber die Pflicht, die Einhaltung der Straßenreinigungssatzung zu kontrollieren. „Ich kenne es von anderswo so, dass die Politessen ein erstes Mal vorbeischauen. Und wenn sie feststellen, dass es mistig aussieht, bekommt der Eigentümer einen Zettel in den Briefkasten, mit der Aufforderung diesen Zustand abzustellen. Ist das bei der nächsten Begehung nicht passiert, wird ein Ordnungsgeld verhängt. Man kann doch damit nicht so lax umgehen. Dabei sehen die städtischen Grundstücke noch am schlimmsten aus." Das konnte Wacker durchaus bestätigen: Bestes Beispiel sei das Areal am ehemaligen Kasernengelände. Auf den Flächen der Stadt stehe das Gras am höchsten, beim Landkreis etwas niedriger und beim Finanzamt sei am besten gemäht. Etwa entgegengesetzt proportional verhalte es sich mit den Schuldenständen von Bund, Landkreis und Stadt. Grünpflege koste Geld. Davon sei immer weniger da. So solle an der Fischeraue künftig nur noch ein Meter neben dem Weg gemäht werden. „Den Rest lassen wir wachsen. Das kann eine schöne Blumenwiese werden." Besser sei es, dafür andere Anlagen zu pflegen, wie zum Beispiel das Rosarium in der Nähe des Eilenburger Bahnhofs.

Heike Liesaus

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