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Eilenburg Eilenburg will 7,7 Millionen Euro investieren
Region Eilenburg Eilenburg will 7,7 Millionen Euro investieren
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11:08 07.03.2018
Der Umbau des Restaurant-Bereichs im Roten Hirsch für die Bibliothek gehört zu den größten Stadt-Vorhaben des Jahres 2018. Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Was nimmt sich Eilenburg in diesem Jahr vor? Der Haushaltsplan gibt den großen Rahmen vor. Amn diesem Montag entscheiden die Stadträte in ihrer Sitzung ab 16.30 Uhr im Bürgerhaus über den Jahresetat. Insgesamt umfasst der Plan Ausgaben in Höhe von 36 Millionen Euro. Der Großteil ist für laufende Kosten nötig: zum Beispiel für den Unterhalt der Schulen, Kindertagesstätten, für Gewerbesteuer- und Kreisumlagen, für Gehälter der Stadt-Beschäftigten. 7,7 Millionen Euro sind für Investitionen vorgesehen. Ulrike Glück, Leiterin des Bereichs Finanzen, erklärt vorab einige Punkte.

Bibliothek und Feuerwehr: Der Umbau des Restaurantbereichs im „Roten Hirsch“ zur Bibliothek soll in diesem Jahr Realität werden (Erwerb und Umbau: 730 000 Euro, Eigenmittel: 300 000 Euro). Für die Freiwillige Feuerwehr wird die Drehleiter angeschafft (400 000 Euro).

Bildung: Der neue Hort an der Grundschule Ost ist übergeben. Damit sind Plätze in den Kitas „Bummi“ und „Löwenzahn“ freigelenkt. Dort soll nun für die Kleineren umgebaut werden. (540 000 Euro, Eigenmittel: 125 000 Euro) Am Gymnasium werden die Außen- und Sportanlagen gestaltet. Eilenburg unterstützt den Landkreis, der Träger und Bauherr ist, und stellt in diesem Jahr 450 000 Euro, davon 150 000 Euro Eigenmittel, bereit.

Stadtteil Ost: Im Rahmen des Stadtumbaus sind Sanierungsmaßnahmen am Treff Just vorgesehen. Auch an den Gehwegen samt der Beleuchtung in der Hochhausstraße soll gebaut werden. Jeweils 150 000 Euro sind dafür vorgesehen.

Stadtteil Berg: Im Mulifunktionsgebäude in der Halleschen Straße sind zur Umnutzung der dringend benötigten Horträume für die Berggrundschule umfangreiche Sanierungen sowie die Brandschutz-Ertüchtigung erforderlich. Kommen die Fördermittel, sollen 1,5 Millionen Euro investiert werden (Eigenmittel: 620 000 Euro). Auf dem Friedhof Mansberg startet in diesem Jahr die Sanierung der Kapelle.

Straßenbau: Karl- und Rollenstraße werden samt der Gehwege und der Beleuchtung grundhaft ausgebaut. Das neue Wohngebiet am Grünen Fink wird ebenfalls mit einer neuen Straße erschlossen. In der Uferstraße im Eilenburger Osten wird im Zuge der Anbindung des Hortneubaus in einem ersten Bauabschnitt vor allem der Gehweg ertüchtigt.

Spielplätze: In diesem Jahr ist der Spielplatz Wedelwitz dran. Der Bau des neuen Spielplatzes in Hainichen, das 2017er-Projekt, befindet sich noch in der Umsetzungsphase.

Situation: Die Stadt ist zahlungsfähig und der Haushaltsentwurf ausgeglichen. „Man merkt, dass das immer schwieriger wird“, stellt Ulrike Glück, Leiter des Bereichs Finanzen bei der Stadtverwaltung, fest. „Zwar steigen die Einnahmen. Aber die Ausgaben steigen ebenfalls und zum Teil erheblicher.“ Da schlagen Kosten für Bau- und Grundstücksunterhaltung ebenso zu Buche wie der Bedarf, der sich aufgrund der steigenden Kinderzahlen ergibt. Bei der Kreisumlage wird aufgrund des gestiegenen Umlagesatzes und der gestiegenen Steuereeinnahmen mit circa 5,8 Millionen Euro gerechnet. 2017 waren es 5,2 Millionen.

Steuereinnahmen: Eilenburg rechnet 2018 mit 13,2 Millionen Euro aus Steuern. (2017: 12,2 Millionen Euro.) Die Stadt verzeichnete in den vergangenen Jahren neue Gewerbeansiedlungen. Grundsätzlich schlägt sich zwar nicht jede auf Gewerbesteuern nieder. Es kommt darauf an, ob überhaupt Gewinn erzielt wird oder ob Eilenburg als Firmensitz gewählt wurde. Doch statt mit 5,7 Millionen Euro, die im Vorjahr angesetzt waren, rechnet die Stadt aufgrund der realen Ergebnisse nun fürs Jahr 2018 mit Gewerbesteuereinnahmen in Höhe von 6,45 Millionen Euro. Und Eilenburg profitiert von Einkommens- und Umsatzsteueranteilen, die ebenfalls steigen.

Noch nicht geplant: Eilenburg muss dringend in die Erweiterung der Tschanter-Oberschule investieren. Doch weil der konkrete Lösungsweg des Raumproblems noch nicht feststeht, ist die Finanzierung noch nicht eingestellt. Dann könnte eventuell eine Kreditaufnahme nötig sein. Derzeit ist sie noch nicht vorgesehen. Bis jetzt würde der Schuldenstand weiter sinken. 528 Euro pro Einwohner waren es zu Beginn des Jahres. 472 Euro würden es am 31. Dezember sein.

Von Heike Liesaus

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