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Eilenburg Eilenburg will im Frühjahr die Biotonne einführen
Region Eilenburg Eilenburg will im Frühjahr die Biotonne einführen
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10:54 31.12.2016
In Eilenburg wird die Biotonne eingeführt (Symbolfoto). Quelle: Mario Jahn
Eilenburg

Bioabfälle sollen getrennt vom Hausmüll erfasst und kompostiert werden. Auch in Eilenburg. Bereits seit 2015 ist dies bundesweit gesetzliche Pflicht. Nun soll die Grüne Tonne in der Muldestadt im Frühjahr eingeführt werden. Es soll aber erst soweit sein, wenn die Stadt die Zustimmung des Landkreises hat, die Kompostierung selbst zu organisieren. Bisher werde sie über den Landkreis durchgeführt, der die Anlage in Lissa betreibt. Eilenburg will das nun selbst in die Hand nehmen, um Kosten zu sparen. Es ist vorgesehen, die Abfälle in die Anlage im benachbarten Liemehna zu bringen. „Es ist nicht zu erwarten, dass der Stadt versagt werden kann, auf diese Weise zu verfahren“, so Heiko Leihe, zuständig für Öffentlichkeitsarbeit in der Eilenburger Verwaltung. Der Antrag beim Landkreis sei gestellt, aber der Entscheid liege noch nicht vor. Danach erst werden die Satzungsentwürfe erarbeitet, über die dann der Stadtrat zu entscheiden hat.

Die Biotonne ist kein Muss

Doch alles Grünzeug muss auch künftig nicht in die extra Tonne. Im Gegenteil. Das Abfallwirtschaftskonzept, das vom Landkreis Nordsachsen erstellt wurde, erklärt: Die „Einführung einer flächendeckenden Küchenabfallerfassung über Biotonne ist nicht zu empfehlen, weil sie aus derzeitiger Sicht nicht sinnvoll und offenbar auch unter ökologischen Gesichtspunkten nicht vorteilhaft erscheint“. Wer kann, soll auch in Eilenburg den Grünabfall in erster Linie auf dem eigenen Grundstück kompostieren. Ist das nicht möglich, können haushaltsübliche Mengen an Grünschnitt oder Laub kostenlos auf dem Wertstoffhof von Remondis an der Wurzener Straße abgegeben werden. Diese unentgeltliche Abgabe wird neu eingeführt. „Sie gilt dann aber nur für Eilenburger“, betont Leihe. Außerdem gibt es wie bisher die Container, die gegen Gebühr gestellt und abgeholt werden. Sie ist zum Beispiel für Gartenanlagen, Frühjahrsputz- oder Laubsammel-Aktionen gedacht.

Das kostet die Biotonne

Optional und an letzter Stelle der Möglichkeiten ist dann die Biotonne eingeordnet. In diesem Behältnis dürfen Küchenabfälle und Grünschnitt wie verwelkte Blumensträuße, Grünpflanzen, Rasenmahd, Laub und Gartenabfälle landen. Um Sparfüchse nicht dazu anzureizen, die Biotonne etwa mit Hausmüll zu befüllen, orientieren sich die Kosten an denen für die Restmüll-Entsorgung. Es soll einen Pauschalbetrag für die Leerung geben. „Dieser orientiert sich an den Gebühren für den Restabfall sowie an einem voraussichtlich zweiwöchigem Leerungszyklus. Dabei ist egal, ob die Tonne zum Abholen bereitgestellt wird oder nicht. Der Maßstab für die Berechnung wird die Gebühr für eine 80-Liter-Tonne sein. Das sind 7,18 Euro pro Leerung“, informiert die Stadtverwaltung über die Pläne. Es soll eine einheitliche Größe für die Biotonne geben, aber die sei noch nicht festgelegt. Sollten es 80 Liter sein, ergibt sich ein Pauschalbetrag in Höhe von 186,78 Euro jährlich.

Zweiwöchiger Abholrhythmus

Der zweiwöchige Rhythmus ist zwar vorgesehen, doch in der warmen Jahreszeit soll die Tonne mit den Bioabfällen auch jede Woche abgeholt werden. Doch erst, wenn der Entscheid des Landkreises vorliegt und danach auch der Stadtrat entschieden hat, können Grundstückseigentümer und Verwalter bei der Abfallwirtschaft der Stadtverwaltung die Anträge für eine solche Tonne stellen. Das soll dann analog wie für die Restmüll- und Papierbehälter erfolgen, das Formular über die Website der Stadt herunterzuladen sein. Im gerade herausgegebenen Abfallkalender der Stadt für 2017 ist die Bio-Tonnen-Tour noch nicht aufgeführt. Ab dem Jahr 2018 soll der Abhol-Zyklus dann aber in diesem Terminplan nachzulesen sein.

Von Heike Liesaus

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