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Eilenburger Arche wird zum Mehrgenerationenhaus

Förderung Eilenburger Arche wird zum Mehrgenerationenhaus

Freudige Nachricht für die Eilenburger Kinder- und Jugend-Arche. Die Existenzs des Zentrums ist auch über 2017 hinaus gesichert. Die Einrichtung ist jetzt ins Bundesprogramm Mehrgenerationenhäuser aufgenommen.

Integrative Angebote soll es künftig in der Eilenburger Arche noch mehr geben.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg/Berlin. Yvonne Henselin und ihre Mitstreiter in der Eilenburger Arche können mit einer guten Nachricht in die Herbstferien starten: Der Kinder- und Jugendtreff ist in das Förderprogramm für Mehrgenerationenhäuser des Bundes aufgenommen. Das gab jetzt der nordsächsische Bundestagsabgeordnete Marian Wendt (CDU) bekannt. Das Bundesministerium, das für Familie, Frauen, Senioren, und Jugend (BMFSFJ) zuständig ist, hat die Arche aus einem Bewerberkreis von 126 Antragstellern ausgewählt. Die erste Reaktion der Arche-Chefin: „Ich bin einfach sprachlos und freue mich riesig.“

„Das ist ein sehr ermutigendes Zeichen der Anerkennung der wertvollen Tätigkeit der Arche“, kommentierte Wendt die Entscheidung. Er will die Einrichtung unterm Dach des Gemeindehauses am Nikolaiplatz noch in diesem Monat besuchen, um sich persönlich ein Bild von der Arbeit dort zu machen.

Vier in Nordsachsen

Wendts engagierte sich bereits für die Förderung der bereits drei bestehende Mehrgenerationenhäuser in Nordsachsen: Es sind das Soziokulturelle Zentrum Delitzsch, das Mehrgenerationenhaus Dommitzsch und das Ostelbische Mehrgenerationenhaus Arzberg. Das Prozedere, an die Mittel zu kommen, ist nicht einfach: Alle Mehrgenerationenhäuser und ihre Trägerstrukturen mussten zuerst das Interessenbekundungsverfahren zum Bundesprogramm Mehrgenerationenhaus von 2017 bis 2020 erfolgreich durchlaufen. Dann wurden sie Anfang September aufgefordert, ihre Anträge zu stellen. „Bei dieser Gelegenheit möchte ich allen vier Trägern für ihr Engagement danken und freue mich, dass alle vier Häuser als wichtige Anlaufstellen und Begegnungsorte für alle Generationen und Menschen jeder Herkunft in unserem Landkreis sowie Knotenpunkte für bürgerschaftliches Engagement weiter gefördert werden können“, so Wendt.

Ausbau der Arche-Angebote

Schon jetzt gibt es in der Arche Angebote für Jung und Alt. Das soll qualitativ und quantitativ ausgebaut werden. Projekte für die Nachbarschaftshilfe, niedrigschwellige Beratung und Information sowie weiterentwickelte Angebote der Familienbildung sollen dazukommen. Zum Konzept gehört zudem die Integration von Menschen mit Migrations- und Fluchtgeschichte. All das ist aber ohne hauptamtliche Fachkraft, die die ehrenamtlichen Kräfte anleitet und unterstützt, nicht umsetzbar.

Existenz gesichert

Mit dem Bundesprogramm auch die Existenz der Einrichtung überhaupt gesichert. Denn bisherige Finanzierung der Personalkosten zuerst einem Fonds der Landeskirche, dann mit Mitteln der Kirchgemeinde und Rücklagen des Kirchenkreises war nur bis nächsten Jahres gesichert. Dann wären offene und Ferien-Angebote die 7- bis 14-Jährigen, Krabbelgruppen, musikalische Angebote, Mutter-Kind-Treff, Second-Hand-Kleiderbasar, Treffpunkt für Selbsthilfegruppen, Rahmenbedingungen für die Tätigkeit der Flüchtlingspaten weggefallen.

30 000 Euro jährlich kommen über das Förderprogramm des Bundes. Diese muss die Stadt mit je 10 000 Euro ko-finanzieren, der Stadtrat hatte den entsprechenden Beschluss in seiner September-Sitzung gefasst.. 5200 Euro kommen vom Kirchenkreis Torgau-Oschatz, 5000 von der Kirchgemeinde Martin Rinckart. Bundesweit gibt es 450 Mehrgenerationenhäuser.

Herbstferien

In der Arche steht nun das Herbstferienprogramm an: Mit Basteln, Ausflügen und Kiddi-Sprung-Contest in der Schwimmhalle in der ersten Woche. Das Theaterprojekt mit dem Schweizer Haus Püchau ist in der zweiten geplant.

Von Heike Liesaus

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