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Eilenburger Blockheizkraftwerk: Altes Modul hängt am Haken - das neue geht im Januar ans Netz

Eilenburger Blockheizkraftwerk: Altes Modul hängt am Haken - das neue geht im Januar ans Netz

Bisher bestand das Blockheizkraftwerk der Eilenburger Stadtwerke (STE) aus zwei Modulen. Nun wurde eins davon in den Ruhestand geschickt. Dieser Austausch ist die größte Investition des Energieversorgers in diesem Jahr. Er wird zirka 700 000 Euro kosten.

Der Nachfolger soll nach seiner Montage in den nächsten Monaten im Januar den Dienst aufnehmen. Er wird extra für seinen Eilenburger Einsatz angefertigt.

Um aber die alte, zig Tonnen schwere Maschine auf einen Transporter zu verladen, musste erst einmal ein Spezialkran in der Ernst-Mey-Straße anrücken. Außerdem war zuvor ein Mauerstück abgetragen worden, damit das Aggregat auf Schwerlast-Rollen und per Seilzug ins Freie gelangen konnte.

"Ich wusste bisher auch nicht, dass solche vermauerten Öffnungen extra für diesen Fall am Bau vorgesehen sind", erzählte Stadtwerke-Geschäftsführerin Maike Trulson-Schult vor Ort. "Tore sind aber aus Schallschutzgründen nicht geeignet." Auch dort, wo das zweite Modul steht, ist die mögliche Öffnung an der Ziegelstruktur zu erkennen. Dieser Motor soll 2017 ebenfalls ersetzt werden. Bis dahin wird jedoch schon vorwiegend das neue in Betrieb sein.

Bis das neue Modul in Dienst gehen kann, kann die Wärmeversorgung mit der zweiten Maschine abgedeckt werden. "Falls der Winter sehr streng und der Bedarf sehr hoch wird, kann auch mit einem ebenfalls Heizkessel geheizt werden, die ebenfalls in der Anlage vorhanden sind", erklärt Maike Trulson-Schult. "Es muss also niemand befürchten, im Winter zu frieren."

Blockheizkraftwerke dienen zur Gewinnung von elektrischer Energie und Wärme. Sie nutzten dafür das Prinzip der Kraft-Wärme-Kopplung. Eines der Eilenburger Module kann knapp ein Megawatt elektrische Leistung produzieren. 1999 ging die 7,5 Millionen D-Mark teure Investition ans Netz. Damit sollte Eilenburg bis zu 30 Prozent seines Strombedarfs selbst decken können.

Wärmeenergie wird derzeit in die Schwimmhalle, in Wohnungen in Eilenburg-Ost, einige Eigenheime, ins Gymnasium und Gewerbetriebe geliefert. Die Geräte haben nicht allein das Ende der einst berechneten Betriebszeit erreicht und sind nun reparaturanfälliger. Modul Nummer eins hatte 75 000 Betriebsstunden geleistet. "Außerdem sind die heutigen Aggregate sind viel effizienter. Sie verbrauchen weniger Gas und produzieren mehr Strom", erklärt die STE-Chefin.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.09.2015

Heike Liesaus

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