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Eilenburger DRK-Heim: Langjährige Pflegediens-Chefin sagt Tschüss

Ruhestand Eilenburger DRK-Heim: Langjährige Pflegediens-Chefin sagt Tschüss

Die langjährige Pflegedienstleiterin Elke Veit verabschiedet sich Ende September nach fast 40 Jahren Arbeit in den Ruhestand. Jana Christoph, die Leiterin des DRK-Pflegeheimes Eilenburg, meint, dass der Einsatz ihrer Kollegin auch ein öffentliches Dankeschön verdient hat.

War auch für einen Spaß zu haben: Pflegedienstleiterin Elke Veit bei einer Feier im DRK-Pflegeheim Eilenburg als die legendäre Schwester Agnes.

Quelle: heike liesaus

Eilenburg. Fast 40 Jahre Arbeit im Pflegeheim des DRK in Eilenburg – da zählt niemand mehr die Menschen, die Elke Veit in dieser Zeit in der Einrichtung an der Walter-Stöcker-Straße 8 a kennengelernt hat. Am 30. September gibt sie ihren Ausstand, will deswegen eigentlich nicht „so sehr ins Rampenlicht“. Aber ihre Chefin Jana Christoph, seit 1993 die Leiterin der Pflegeeinrichtung, ist der Meinung, ihre Stellvertreterin und Pflegedienstleiterin habe nach all den Jahren zum Abschied „auch mal ein öffentliches Dankeschön verdient“.

Aufwand hat sich verdreifacht

„Als ich hier 1978 anfing, da hatten wir deutlich weniger Hilfsmittel, aber nur zehn Prozent unserer Zeit mussten für Dokumentationen aufgewendet werden“, blickt die 63-Jährige kurz zurück. Dieser Aufwand habe sich im Vergleich zu heute etwa verdreifacht – wenn auch mithilfe EDV-gestützter Programme. Und im Pflegeheim würden nur noch Menschen ankommen, bei denen selbst ambulante Dienste im privaten Umfeld nicht mehr alles leisten können, was an Hilfe notwendig ist. „Es wird nicht einfacher. Die Menschen werden älter und damit steigt auch der Pflegebedarf.“ Dennoch zeigt sich Elke Veit davon überzeugt, dass ihre junge Nachfolgerin Denise Grützner die Anforderungen meistern wird. Wie sie selbst habe die 29-Jährige als „kleiner Popel“, sagt sie in ihrer herzerfrischenden Art, begonnen: Bereits mit 16 Jahren im Freiwilligen Sozialen Jahr gestartet, qualifizierte sich Denise Grützner von der Altenpflegerin über die Wohnbereichsleiterin bis zur Pflegedienstchefin. So ähnlich verlief auch die Karriere von Oberschwester Elke Veit, die als Krankenschwester begann und in den letzten Tagen ihres beruflichen Lebens außerdem „von der tollen Atmosphäre in unserem Leitungsteam“ schwärmt und dass es wohl auch wehtun wird, Adieu zu sagen.

„Sie wird uns fehlen“

„Sie hat viel gefordert, aber sie hat auch immer gezeigt, dass sie es selbst kann, hat immer mit angepackt. So schnell macht ihr keiner was vor“, beschreibt Heimleiterin Jana Christoph eine Kollegin, „von der ich mich nur ungern trenne“. 85 Mitarbeiter, einschließlich der Azubis, die sich um 100 Bewohner, 12 Kurzzeit- und 15 Tagespflegeplätze kümmern – fast alles Frauen jeden Alters –, da könne sich jeder vorstellen, was zu tun und mit wie viel Einsatz alles zusammenzuhalten ist, deutet Christoph das Pensum an. Ein offenes Wort, ein offenes Ohr für Sorgen, Verständnis für Probleme, Mitmenschlichkeit, dafür sei bei Elke Veit immer Platz gewesen. Auch wenn man es in einem so großen Team nicht allen recht machen könne – versucht habe sie es, so gut es ging. „Sie wird uns fehlen mit ihren aufbauenden Worten und dem unermüdlichen Tatendrang.“

Natürlich gönnen alle der langjährigen Mitarbeiterin den neuen Lebensabschnitt. Mehr Zeit für die Familie, Reisen, Handarbeiten und das behagliche Heim in Doberschütz. Sogar Tränen flossen auf der Arbeit , als auch in der DRK-Pflegeeinrichtung bei der Bewältigung der Hochwasserkatastrophe in Eilenburg im Sommer 2002 alle, auch Elke Veit, an ihre Grenzen gingen. Ganz ohne Tränen wird wohl auch der letzte Arbeitstag nicht über die Bühne gehen. Und wenn sich die Pflegedienstleiterin für ihr Zukunft vor allem Gesundheit wünscht, dann weiß wohl keiner besser wie sie, was das für noch möglichst viele erfüllte weitere Jahre bedeutet.

Von Karin Rieck

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