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Eilenburg Eilenburger DRK-Helfer sind für den Katastrophenfall gewappnet
Region Eilenburg Eilenburger DRK-Helfer sind für den Katastrophenfall gewappnet
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08:00 06.04.2016
Bereitschaftsleiter Fred Hannemann (Zweiter von rechts) erklärt Ralf Scheler, wie die Katastrophenschutz-Einheit funktioniert. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Im Fall des Falles muss es laufen, ohne vieler Worte. Dann darf ein Notquartier für Verletzte oder Erkrankte nicht erst gesucht werden, sollen Helfer da sein, die schnell mobilisiert werden können. Die Katastrophenschutzeinheit des DRK-Kreisverbandes Eilenburg hatte ihren letzten Ernstfall bei der Flut im Jahr 2013 zu bewältigen. Was eben nicht heißt, dass die 34 Frauen und Männer, die im Betreuungszug samt Verpflegungstrupp und Kreisauskunftsbüro mitarbeiten, seither nichts zu tun hatten.

OBM Ralf Scheler besucht DRK-Helfer

Ohne Übung ist niemand bereit für den Einsatz. Kürzlich wurden das Versorgungszelt und die Kücheneinheit aufgebaut, um sie Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) zu zeigen. „Wir wollen vorstellen, was wir haben und was wir können“, sagte Bereitschaftsleiter Fred Hannemann. Die Einheit ist 2011 aufgebaut worden. Zur Ausstattung gehören neben einem Lkw, auf dem alles Nötige wie Gasflaschen und Notstromaggregat verstaut werden, und dem Küchenhänger auch ein Einsatzwagen, der als Anlaufstelle fungieren kann. Gegründet wurde die Einheit vor allem für den Ernstfall, der möglichst nicht eintreten soll. Der Einsatz der Gruppe würde in der zweiten Zone laufen, heißt: nicht direkt am Unfallgeschehen. Während Sanitäter mit der Erstversorgung und der Sichtung von Verletzten beschäftigt sind, bauen die Helfer der Katastrophenschutzeinheit ihre Zelten samt Liegen auf. Diese sind dafür gedacht, die anderen Helfer zu versorgen. Die Mitglieder begleiten auch gehbehinderte Menschen zu einem Sammelpunkt.

Einsatz beim Eilenburger Hochwasser

Die Instrumente der Mitstreiter des Kreisauskunftsbüros sind dagegen Laptop und Datenerfassungs-Software. Als 2013 wegen des herannahenden Hochwassers die Eilenburger zum Verlassen ihrer Wohnungen aufgefordert waren, erfassten sie den Verbleib von mehr als 1500 Personen, Helfern und Evakuierten. Was nimmt der OBM von seinem Besuch mit? Ralf Scheler fällt da zuerst ein, worum die Frauen und Männer in den roten Uniformen gar keine großen Worte mehr machen: „Das ist alles ehrenamtlich.“ Und wie kann man sich bei ihnen bedanken? Es gibt eine Busfahrt für alle. Das Ziel innerhalb Sachsens kann sich die Gruppe selbst aussuchen.

Von Heike Liesaus

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