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Eilenburg Eilenburger Feuerwehr hilft der Beringung von Jungstörchen
Region Eilenburg Eilenburger Feuerwehr hilft der Beringung von Jungstörchen
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15:10 17.07.2017
Weißstorchbetreuer Dieter Wendt beringt die drei Grunaer Weißstörche in luftiger Höhe. Dank der Drehleiter der Eilenburger Feuerwehr war das möglich. Quelle: Landschaftspflegeverband
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Eilenburg

Drei kleine Weißstörche in Gruna und zwei Mörtitz bekamen jetzt ihren Ring fürs Leben. Peter Solluntsch vom Landschaftspflegeverband Nordwestsachsen (LPV) und Dieter Wendt, Artbetreuer für den Weißstorch, gingen dafür in die Luft. Mit der Drehleiter der Eilenburger Feuerwehr. „Die Kameraden standen kurzfristig zur Verfügung, ohne sie wäre außergewöhnliche Einsatz nicht möglich gewesen“, dankte Solluntsch. Die Nester haben die Adebare auf zirka zwölf Meter hohe Stromgittermasten gebaut. „Sie stammen aus dem Mittelspannungsnetz, die Leitungen sind heute nicht mehr in Betrieb und längst demontiert. Doch die Masten wurden extra für die Störche stehen gelassen“, erklärte der LPV-Projekt-Mitarbeiter.

Masten als Nistplatz begehrt

Die Masten sind als Nistplatz begehrt. Das Umland von Gruna und Mörtitz an der Mulde mit seinem hohen Grünlandanteil und den verschiedenen Altwässern bietet Weißstörchen viel Nahrung: Sie finden dort Regenwürmer, Insekten, Mäuse und Amphibien. In der ausgeräumten Agrarlandschaft im weiteren Umfeld ist das dagegen kaum der Fall. So sind in Gruna die Stromgittermasten seit vielen Jahren immer besetzt. „Hintergrund für diese Markierung ist die Fortschreibung einer langjährigen Datenreihe in unserer Region. Diese reicht über Jahrzehnte zurück und ist damit für den Weißstorch einmalig in ganz Deutschland“, erläuterte Solluntsch. Die wissenschaftliche Vogelberingung diene der Erforschung der Lebensweise des Weißstorchs.

Beringung hilft Wissenschaftlern

„Mittels beringter Störche lassen sich verschiedene biologische, ökologische und demografische Aspekte des Storchenlebens beschreiben: Zugverhalten und Zugwege, Ansiedlungsmuster der Jungvögel, Ortstreue der Brutvögel, Lebenserwartung der Individuen und ihre Todesursachen.“ Dabei sind die einzelnen Paare nicht unbedingt ortsfest, können sich ehemalige Nordsachsen in Polen ansiedeln oder Vögel aus Helgoland im Eilenburg-Bad Dübener Raum brüten. Das alles lässt sich anhand der Beringungen beobachten.

Die Kennzeichnung wird mittlerweile über dem Knie der Vögel angebracht. Die Ringe sind aus schwarzer Plaste mit weißer Schrift. So lässt sich die Markierung mit Hilfe eines Spektivs besser entziffern als die frühere aus Aluminium.

Von Heike Liesaus

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