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Eilenburg Eilenburger Flüchtlinge laden zum Nachbarschaftsfest
Region Eilenburg Eilenburger Flüchtlinge laden zum Nachbarschaftsfest
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06:00 08.10.2018
Landestypische Speisen wurden am Nachmittag zum gemütlichen Beisammensein von den Gästen mitgebracht. Quelle: Foto: Anke Herold
Eilenburg

Die zehnjährige Kerishma Azizi trägt stolz einen großen Topf mit einem Reisgericht vor sich her und stellt ihn auf die vorbereitete Speisetafel ab. Dabei strahlen ihre Augen und ebenso wie die ihrer Freundin Yasaman Hamadami, die eine große Salatschüssel abstellt. Beide wohnen am Nordring und freuen sich auf das Nachbarschaftsfest das am Samstagnachmittag von den Integrationskoordinatoren Julia Stegerer und Kiomars Dadras initiiert wurde. Die Mädchen erzählen aufgeregt „Das Essen haben unsere Mütter gemeinsam für den Tag heute gekocht.“

Ein Festmahl auf der Wiese

Auf den Wiesen zwischen den Wohnblöcken des Nordrings kommen inzwischen immer mehr Frauen, Männer und Kinder mit Migrationshintergrund zusammen. Sie haben landestypisches Essen zubereitet und freuen sich auf den Nachmittag und hoffen auf eine rege Beteiligung der einheimischen Nachbarschaft. „Ich wünsche mir, dass heute das Eis gebrochen wird, denn die Menschen, die hier hergekommen sind wollen ein normales Leben führen. Sie wollen Ernst genommen werden“, erklärt Kiomars Dadras und ist etwas enttäuscht darüber, dass aus der unmittelbaren Nachbarschaft keiner der deutschen Anwohner vor Ort ist. Für ihn hat die gute Beziehung zur den Nachbarn einen hohen Stellenwert. „Die Nachbarn nehmen in unserer Kultur ganz wichtigen Platz ein. Man lebt mit ihnen so nah zusammen, wie mit der Familie“, ist von dem gebürtigen Iraner zu erfahren.

Familie Lippert hat keine Berührungsängste

Inzwischen hat sich der Tisch mit Speisen gefüllt. Auch deutscher Kuchen steht dabei. Gebacken wurde er von der Familie Lippert sie wohnen zwar nicht am Nordring sind aber aus Eilenburg Ost gekommen, um mitzufeiern. „Wir nutzen immer die Gelegenheit im Café International mit den Menschen ins Gespräch zu kommen, außerdem helfen wir als Paten den Familien hier, sich zurechtzufinden“, erzählen beide. Sie haben keine Berührungsängste und gehen genauso wie Gerlinde Richter auf die Leute vor Ort zu. Als sie eintrifft, wird sie sofort von den Kinder umringt und geherzt. „Einige Frauen kommen regelmäßig zum Stricken lernen und bringen ihr Kinder mit. Daher kennen wir uns schon gut.“ berichtet die Seniorin bevor sie sich zu den Frauen an den Tisch gesellt. Karimeh Hosseini hat Kewab mitgebracht. „Kartoffeln, Zwiebeln, Salami, Pfeffer und Salz gut durch gemixt und in Öl gebraten“, verrät sie das Rezept bevor alle gemeinsam die Mahlzeit eröffnen.

Von Anke Herold

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