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Eilenburg Eilenburger Gewerbeverein plant ersten Raderlebnistag
Region Eilenburg Eilenburger Gewerbeverein plant ersten Raderlebnistag
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00:32 03.03.2018
Eilenburg durch die Radlerbrille: Christian Paul und Birgit Rabe organisieren den Raderlebnistag des Eilenburger Tourismus- und Gewerbevereins. Quelle: Heike Liesaus
Eilenburg

Auch wenn gerade jetzt die Kälte in die Finger am Fahrradlenker zwickt: Eilenburg nimmt für das Frühjahr die Radler in den Blick. Schon eine Woche bevor am 29. April eine Tour des LVZ-Fahrradfestes die Muldestadt ansteuert, plant der Tourismus- und Gewerbeverein (TGV) einen Raderlebnistag. Motto: „Mit Rad und Tag in die neue Saison“. Beim Stammtisch-Treff, der diesmal im Strandhotel zusammenkam, stellte Christian Paul vom gleichnamigen Fahrradhandel das Projekt vor. Es soll am Sonntag, dem 22. April, auf dem Platz vor der Schwimmhalle und Velo Paul über die Bühne gehen. Es ist als Angebot für die ganze Familie gedacht. Hüpfburg und Kinderschminken sind bestellt. Der Weltenbummler Roland Kock wird über Langstrecken-Radtouren sprechen. Eine Weltneuheit, ein Fahrradschloss aus Hightech-Textilien, soll vorgestellt werden. Verschiedene Anbieter könnten sich mit Ständen präsentieren.

Vereins-Schleife

Auch geführte Radtouren sollen angeboten werden. Ähnlich wie bei der Eilenburger Schleife, die in den vergangenen Jahren vorgestellt wurde, könnten sie Standorte einzelner Vereinsmitglieder als Sehenswürdigkeiten ansteuern.

Stadt- und Naturparkführerin Birgit Rabe hat schon gute Erfahrungen mit dieser Form des Radtourismus sammeln können. Sie hatte bereits im vergangenen Jahr Entdeckertouren rings um Eilenburg angeboten. „Da staunte so mancher, dass die Werkstatt der Arbeiterwohlfahrt den Keramikverkauf hat. Viele wussten nicht, dass man bis in den Kämmereiforstwald kommt, ohne auf die Straße zu müssen. Oder dass es in Naundorf einen Bäcker gibt“, erzählte sie im Gespräch mit der LVZ.

Beim Raderlebnistag soll es nicht weit über Land gehen. Die Tour soll mehrfach starten und etwa zehn Kilometer lang sein. „Wer Zielpunkt-Ideen hat, kann sich noch melden“, so Birgit Rabe. Für sie wird es ein fahrradintensives April-Wochenende. Denn am Tag zuvor wird das Eilenburger Frühlingsfest gefeiert, das der TGV ebenfalls mitinitiiert. Auch dabei soll eine Radtour ins Programm kommen.

Erlebbare Mulde

Die radtouristischen Potenziale der Mulde hatte Sandra Brandt von der Leipzig Tourismus und Marketing GmbH den Gästen beim TGV-Stammtisch vorgestellt. Dank des Flusses und des gleichnamigen Radwegs ist Eilenburg in große Dimensionen eingeordnet. Eine Studie hat gerade die Potenziale für die Erlebbarkeit der Mulde untersucht. Denn der Fluss hat innerhalb eines drei Kilometer breiten Korridors einiges zu bieten. Aber nicht alles ist erschließbar. Was nicht allein an den klammen Finanzen der Gemeinden liegt. Natur- und Hochwasserschutz sind oft Gegenspieler. Das führt dazu, dass es zum Beispiel vom ehemaligen Dermatoid-Gelände einen tollen Weg in Richtung Mörtitz gibt, merkte Heiko Leihe, verantwortlich für Wirtschaftsförderung bei der Stadt, an. „Die offizielle Ausschilderung des Mulderadweges musste durch weniger attraktives Gebiet an der S11 entlanggeführt werden.“

Von Heike Liesaus

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