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Eilenburger Grundschüler lernen den Umgang mit bedrohlichen Situationen

Projekt „Kleine Helden“ Eilenburger Grundschüler lernen den Umgang mit bedrohlichen Situationen

Beim Projekt „Kleine Helden“ üben Kinder der Eilenburger Grundschule Ost, auf ihr Bauchgefühl zu hören und wie sie in bedrohlichen Situationen reagieren können.

Aaliyah Rohrbach (Mitte) und Arlett Großstück lernen sich sofort fallen zu lassen wenn sie jemand wegziehen will. Trainer Julian Ilgner macht es ihnen nicht leicht.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Arlett ist sieben Jahre jung. Neulich lernten sie und alle anderen Kinder in der Grundschule Ost in Eilenburg, hart zuzutreten und laut zu schreien. Das war nötig, um „Kleine Helden“ zu werden. So heißt das Trainingsprogramm, das von einer Berliner Firma angeboten wird und das in dieser Woche alle Klassenstufen der Grundschule durchliefen. Das Ziel: Selbstbehauptung, Selbstbewusstsein und Selbstschutz. „Die Kinder sind morgens meist noch schüchtern. Das ändert sich. Es ist aber erstaunlich, dass einige von den Regeln ’Lass dich nicht ansprechen’, ’Gehe mit niemandem mit’ oder ’Steige zu keinem ins Auto’ noch nichts gehört haben“, stellt Trainer Julian Ilgner fest. Der 22-Jährige hat Sicherheits-Management studiert. Nun zeigt er den Kindern, dass sie sich auf den Po fallen lassen sollen, wenn sie jemand mit sich mitziehen will. Wie sie sich mit der „Ninja-Rolle“ flugs umdrehen, um wegzulaufen. Wenn der „üble Kerl“ nicht loslässt, gilt es, so laut wie möglich zu schreien „Lassen Sie mich los!“ und schließlich, „so doll wie du kannst“, gegen dessen Schienbein zu trampeln. „Das Projekt soll stark machen gegen Übergriffe“, erklärt Lehrerin Claudia Volkmer. „Es wird von den Eltern mitgetragen und finanziert. Sie haben 6 Euro für die Trainingsstunden bezahlt.“

Aber wie fühlen sich die Kinder bei den Trainingsstunden? „Hat Spaß gemacht“, verkündet Arlett, während sie mit einigen anderen hinter der Schulmauer wartet. Gerade läuft der Übungsteil „Ich lasse mich nicht ins Auto locken“. Dazu hat Julian Ilgner seinen Pkw auf dem Schulhof geparkt. Alle Erstklässler sollen an ihm vorbeigehen, egal, was er ihnen erzählt. Die Schwierigkeit: Sie sehen niemand anderen, keinen ihrer Mitschüler, keinen Lehrer. Nicht zu tun, was Ilgner sagt, funktioniert nicht gleich bei jedem. Zumal er versichert, dass er ein Foto für die Zeitung machen will.

Von Heike Liesaus

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