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Eilenburg Eilenburger Käse gibt’s jetzt aus dem SB-Kühlschrank
Region Eilenburg Eilenburger Käse gibt’s jetzt aus dem SB-Kühlschrank
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00:18 26.05.2017
Die Milch von den Jersey-Kühen aus Hohenossig und in Eilenburg gemachter Käse sind jetzt im SB-Kühlschrank zu haben, zeigt Gunter Kahlo. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Gunter Kahlo ist für Unkonventionelles zu haben, als Glaser ist er auch als Künstler unterwegs, er hat das alte Umspannwerk in Eilenburg zu Wohnung und Werkstatt umfunktioniert, züchtet Trüffel und dank seiner Kreativität gibt es nun sogar Käse aus Eilenburger Herstellung.

Doch wie ist so ein handgemachtes und frisches Produkt an den Mann oder die Frau zu bringen? Schließlich reichen weder Mengen noch Bedarf, um dafür einen ganzen Laden geöffnet zu halten. Kahlo hat erneut eine ungewöhnliche Lösung gefunden: Vorm einstigen Umspannwerk steht ein SB-Kühlschrank. Der ist bis 22 Uhr geöffnet. Nur über Nacht wird der hölzerne Anbau geschlossen. Sicher ist sicher. Ansonsten geht das Einkaufen an dieser Stelle so: Passendes Geld mitbringen. Das Angebot anhand von ausliegender Preisliste und durch die Glasscheibe sondieren. Kühlschrank auf, Käse oder Milch entnehmen. Und natürlich Geld in die Kasse des Vertrauens einwerfen. „Das klappt“, so Kahlo. Eine neue Erfindung sei dieses Straßen-SB-System aber nicht. Auch der Biobauer in Hohenossig, von dem die Milch kommt, hat so einen.

Auf die Käse-Herstellung kam er wegen der Verarbeitung seiner Trüffel-Pilze. Zuerst hat er den Käse in Hoyerswerda herstellen lassen. „Doch die Hin- und Herfahrerei machte auf die Dauer keinen Sinn“, erklärt er.

Zwei Mal in der Woche wird nun in einer kleinen Werkstatt in Eilenburg aus der Hohenossiger Biomilch Käse, der dann im SB-Kühlschrank landet. Den Frischkäse versetzt Kahlo aber nun nicht mehr allein mit Trüffel, sondern es gibt ihn auch mit konventionellerer Würzung vom Bärlauch bis zur Mexiko-Mischung. Auch weiter gereiftere Stufen wie Camembert oder St. Marcellin stehen auf der Liste. „Wenn etwas aus ist, kann nicht sofort nachproduziert werden. Das ist auch ein Zeichen für frische und regionale Produkte. Ich habe selbst viel gelernt, seitdem ich Käse mache: Ich wusste auch nicht, dass die Vorzugsmilch gleich nach dem Melken so gekühlt wird, dass sie unbedenklich unabgekocht konsumiert werden kann. Außerdem geben Jersey-Kühe fettreichere Milch.“

Mittlerweile arbeitet Kahlo noch am Hartkäse. Aber auch nicht einfach so. Eilenburger Keller-Käse soll das werden. Ein entsprechendes Berg-Keller-Abteil sei von der Stadt bereits angemietet.

Von Heike Liesaus

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