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Eilenburger Kids sind startklar für die neue Skater-Anlage

Jugendprojekt Eilenburger Kids sind startklar für die neue Skater-Anlage

Seit zwei Jahren kämpfen der Eilenburger Jugendstadtrat und das Haus VI für eine Skateranlage. Noch sind die Genehmigungen nicht da. Trotzdem soll noch bis zum Jahresende Sichtbares entstehen: Ein transportables Element soll aus Holz gezimmert werden. Das hat sich Ron Bräunig gemeinsam mit den Teilnehmern des jüngsten Skater-Workshops vorgenommen.

Eilenburger Jugendliche können so einiges mit ihren BMX-Rädern, Scootern und Skateboards anfangen, aber eine Skaterbahn fehlt in der Stadt.

Quelle: Heike Liesaus

Eilenburg. Den vielen Worten sollen endlich Taten folgen und Eilenburg eine Skater-Anlage bekommen. Das ist festes Ziel von Ron Bräunig, Leiter des Jugendhauses VI, und seinen Mitstreitern. Egal ob sie nun Brett, Rad und Roller genannt werden oder Skateboard, Bike und Scooter: Bewegungsaffine Eilenburger Jugendliche scheinen mit solchen Sportgeräten einiges anfangen zu können. Sie bringen schon rasante Schwünge und Sprünge zustande, selbst wenn sie sich auf der ebenen Fläche vor dem Haus VI treffen. So wie neulich vor dem Skater-Workshop, der im Jugendtreff einberufen war.

Langer Wunschtraum

Doch richtigen Spaß und Trainingseffekte gibt es nur, wenn sich dank entsprechend konstruierter Elemente Geschwindigkeit aufnehmen lässt. Anderswo stehen solche Skateranlagen, haben sich als Treffpunkt etabliert. In Eilenburg ist sie seit langem Wunschtraum. Seit zwei Jahren wird auf Initiative des Jugendstadtrats, aber vor allem des Jugendtreffs Falle EB versucht, dem Projekt Schwung zu verleihen. Es soll auf dem Verkehrsgarten vor dem Jugendhaus entstehen. Die Elemente sollen so eingebaut werden, dass die Betonfläche mit den markierten Übungsstraßen immer noch für den Fahrrad-Unterricht zu nutzen ist. Die Pläne sind schon längst da. „Doch so richtig durch sind wir damit noch nicht“, berichtete Ron Bräunig den Jugendlichen zum Stand der Dinge. Die endgültige Genehmigung, das grüne Licht aus dem Landratsamt, steht noch aus. Zuletzt fehlte noch das Lärmgutachten als Entscheidungsgrundlage.

4000 Euro stehen zur Verfügung

Doch nun gibt es noch für dieses Jahr Fördermittel über das Bundesprogramm „Demokratie leben!“ und die nordsächsische „Partnerschaft für Demokratie“. Zirka 4000 Euro stehen zur Verfügung. Dafür soll nun ein transportables Element aus Holz entstehen, das auch erst einmal an anderer Stelle am Jugendhaus aufgestellt werden könnte. Material, Knowhow und praktische Arbeitskraft sind somit finanzierbar, die künftigen Nutzer könnten außerdem bei der Montage mithelfen. Und im kommenden Jahr könnten neue Anträge bei zu erwartenden neu aufgelegten Förderprogrammen gestellt werden, um das Geld für die weiteren Elemente zusammenzubekommen.

Große Nachfrage

Einer, der sich sehr darauf freut, ist Marvin Zschau. „Mein Vater bringt mich bisher immer zum Leipziger Heizhaus oder nach Taucha. Es wäre schön, wenn es hier etwas gäbe“, erzählte der Elfjährige beim Workshop-Treff. „Es fahren doch wirklich viele mit BMX-Rädern oder mit Scootern rum. Und der Bürgermeister hat auch gesagt, dass eine Anlage nach Eilenburg kommt.“ Bisher bleibt zum Üben in der eigenen Stadt meist nur die Straße. Für BMX-Räder bietet sich natürlich auch der Dirtpark der Abteilung BMX und Mountainbike des SV Lok Eilenburg an der Ziegelstraße an. Da müsste man aber erst einige Jahre dabei sein, damit man einen Schlüssel bekommt und eigenverantwortlich auf die Anlage darf, erzählten sich die Jugendlichen. Für Skateboards und Scooter-Roller ist so ein Dirtpark ungeeignet.

Aber die jungen Eilenburger haben auch von Problemen gehört, die es am Parcours in Taucha geben soll. Der stünde immer mal wieder in der Kritik, weil es an solch einem Treffpunkt auch unerwünschte Aktivitäten gibt. Vorteil für den Standort am Eilenburger Jugendhaus: „Wir könnten die Anlage im Blick haben“, so Bräunig. „Außerdem wollen wir bei uns im Keller auch eine kleine Werkstatt einrichten, wo ihr eure Sachen reparieren könnt“, erklärte er den Jugendlichen.

Am 15. Dezember soll der nächste Skater-Workshop einberufen werden. „Vielleicht haben wir dann auch im Genehmigungsverfahren für die Anlage auf dem Verkehrsgarten ein Ergebnis.“ Das große Ziel des festen Parcours mit verschiedenen Elementen bleibt weiter im Blick. Der kostet aber insgesamt 25 000 Euro. Eine 100-prozentige Förderung dafür wird es nicht geben. Ron Bräunig war schon unterwegs, um für die Eigenmittel Unterstützer zu werben: „Die ersten Spenden sind schon akquiriert.“

Von Heike Liesaus

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