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Eilenburg Eilenburger Kleingärten nach Juni-Hochwasser: Sanierung der Gartenlokale in Sicht
Region Eilenburg Eilenburger Kleingärten nach Juni-Hochwasser: Sanierung der Gartenlokale in Sicht
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14:31 19.05.2015

Mit einer Einkehr im Frühjahr wird es dort aber nichts. Die Hochwasser-Sanierung steht nach wie vor aus. Immerhin ist sie nun aber in Sicht, wie von Michael Götzke, dem amtierenden Vorsitzenden des Verbandes der Kleingartenfreunde Eilenburg, dessen Büro auch die Planungsarbeiten leistet, zu erfahren ist.

"Entgegen der Ankündigungen waren nun doch Ausschreibungen nötig", ärgert sich Michael Götzke, dass der versprochene Bürokratieabbau und schnellere Bearbeitungszeiten in Sachen Hochwasserschadensbeseitigung nicht so eingetreten sind. Somit werden die beiden Vereinsheime der Anlagen Sewastopol und Groitzscher Aue voraussichtlich erst reichlich ein Jahr nach dem Hochwasser - er schätzt im August - wieder in Betrieb gehen können. Immerhin gibt es die 100-prozentige Förderung. Die Sanierungkosten für die Objekte werden auf jeweils 100 000 Euro geschätzt. Insgesamt sind in den Eilenburger Kleingartenanlagen nach der Juni-Flut Schäden im Wert von 550 000 Euro, so an Wegen und Elektroanlagen zu reparieren.

Die Veröffentlichung der Ausschreibungen für die Gartenheime können voraussichtlich noch im März erfolgen, mit einem Baustart sei im April zu rechnen. Gerade bei der Amsel sei Eile angesagt, dort stünden Arbeitsplätze dahinter. Die Pächterin wolle weitermachen. "Aber auch sie hat gerade einen Rückschlag hinnehmen müssen", weiß Götzke. Sie hatte Anträge für den Ersatz des Inventars gestellt und einen abschlägigen Bescheid von der Sächsischen Aufbaubank (SAB), die die Fördermittel ausreicht, bekommen. Bei Gewerbe, das im Nebenerwerb betrieben wird, würden solche Schäden nicht ersetzt, so die Begründung. Dabei sei sie dort immer im Haupterwerb tätig gewesen. Es sei nicht der einzige Fall, bei dem die SAB Hürden auftürme, die nicht sein müssten. Leichte Schäden seien indessen am Vereinsheim Schlossaue zu beseitigen, das den gastronomischen Betrieb aber nicht wesentlich unterbrechen musste. Die Sanierung in Amsel und Drossel soll nun auch mit Blick auf künftig mögliche Hochwasser erfolgen. "Wir wollen zum Beispiel versuchen, eine Infrarotheizung einzubauen", erklärt Götzke. Damit ließen sich mehrere Fliegen mit einer Klappe schlagen: Diese Heizungen können schnell demontiert und in Sicherheit gebracht werden, sind überall, selbst an der Decke, zu installieren, trocknen das Mauerwerk und sollen laut Hersteller sogar noch Energie-Kosten sparen. Vorauszahlungen für Gas, die Abnahme des Tanks und eine Schornsteinfegerinspektion wären nicht mehr nötig. Auch der neue Putz werde zum Beispiel wasserabweisend ausgeführt und Elektrik höher verlegt.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 05.03.2014
lis

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