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Eilenburg Eilenburger Klinik bietet Hilfe für Mütter in Not
Region Eilenburg Eilenburger Klinik bietet Hilfe für Mütter in Not
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13:53 19.05.2015
Dana Kolbe ist alles andere als eine Mutter in Not. Mit dem kleinen Mick hält sie das pure Baby-Glück in den Händen. Quelle: Karin Rieck

Und damit eine fleißige Hilfe beim Schieben des Kinderwagens in Sicht ist.

Eingestellt ist die Klinik aber auch auf vertrauliche Geburten, bei denen Schwangere darauf Wert legen, dass ihr Kind ohne große Aufmerksamkeit zur Welt kommt und danach wahrscheinlich in einer anderen Familie aufwächst. Dafür hat das am 1. Mai in Kraft getretene neue Gesetz zum Ausbau der Hilfen für Schwangere und zur Regelung der vertraulichen Geburt weitergehende Erleichterungen geschaffen, damit das Kind nicht nur vertraulich, sondern auch sicher in einer Klinik beziehungsweise bei einer Hebamme das Licht der Welt erblickt. "Schwangeren, die anonym bleiben wollen, soll damit zuallererst der Weg in die Beratungsstelle erleichtert werden", sagt Annett Leihe, Leiterin der Patientenverwaltung. Dort seien die Mitarbeiter geschult, um die Identität der Schwangeren zu wahren. Die Anmeldung im Krankenhaus zur Entbindung erfolge dann per Pseudonym. "Was letztendlich nicht bedeutet, dass nicht auch wir helfen, wenn Schwangere in einer Notsituation zu uns kommen. Aber die Beratungsstelle ist der richtige Ort, um die entsprechenden Wege einzuleiten."

Die Schwangerschaftsberatungsstellen der Arbeiterwohlfahrt haben ihre Mitarbeiter bezüglich anonymer Hilfen ebenfalls in Bezug auf die neue Rechtslage geschult. Von einer Notlage betroffene Frauen sollten wissen: Sie haben einen gesetzlichen Anspruch, sich zu allen Fragen rund um eine Schwangerschaft beraten zu lassen - kostenfrei und auf Wunsch auch anonym. Dabei spiele es keine Rolle, in welchem Konflikt sich eine Frau befindet oder warum sie anonym bleiben will. Alle Informationen seien durch die gesetzliche Schweigepflicht besonders geschützt, heißt es im Gesetz. Auch auf psychosoziale Konflikte seien die Beraterinnen vorbereitet: Frauen, die ihre Schwangerschaft verheimlichen oder verdrängen, finden persönlichen Rat und Begleitung.Dabei sei den Helfern durchaus bewusst, dass Schwangere in Extremsituationen schwer erreichbar sind. Nunmehr, so Leihe, hätten sie nicht nur die Möglichkeit, sich anonym beraten zu lassen, sondern sie können ihr Kind medizinisch begleitet zur Welt bringen, ohne ihre Identität zu offenbaren. Das könne riskanten, heimlichen Geburten und Fällen, in denen Neugeborene ausgesetzt oder gar getötet werden, vorbeugen. Das Kind bekommt später zudem die Chance, seine Herkunft zu erfahren.

Das kostenlose Hilfetelefon "Schwangere in Not" ist rund um die Uhr geschaltet: 0800/4040020, Internet: www.geburt-vertraulich.de. Schwangerenberatungen gibt es bei der Arbeiterwohlfahrt in Delitzsch (034202/351784), Bad Düben (034243/33538) und Eilenburg (03423/7003980).

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 06.11.2014
Von Karin Rieck

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