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Eilenburg Eilenburger Klinik setzt auf die natürliche Geburt
Region Eilenburg Eilenburger Klinik setzt auf die natürliche Geburt
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00:17 10.07.2018
Dr. Christina Schmitz mit der Mutti Caroline Krause und ihrem Baby Leni. Quelle: Ilka Fischer
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Eilenburg

Mit Baby Leni und einem dicken, dicken Dankeschön verlässt Caroline Krause die Eilenburger Klinik. Leni wurde am 30. Juni kurz nach 22 Uhr geboren und ist das 41. Kind, das in der Klinik im Juni geboren wurde. Das Team der Entbindungsstation kann damit auf einen kleinen Baby-Boom für den Monat Juni zurückblicken. Am 15. Juni erblickten sogar fünf Babys innerhalb von 24 Stunden das Licht der Welt, Leni war als Spontangeburt aus einer Beckenendlage das letzte Kind in dieser Reihe.

„Ich bin einfach nur dankbar“, sprudelt es aus der 32-jährigen Mutter heraus. „Ich hatte hier die Chance, unsere Tochter auf natürlichem Wege zu bekommen.“ Keine Selbstverständlichkeit, denn während Sohn Ben vor sechs Jahren in Schkeuditz ganz normal auf die Welt kam, entschied sich dessen kleine Schwester für die Beckenendlage. In den meisten Kliniken landen die Mütter bei dieser Diagnose im OP-Saal, werden die Kinder per Kaiserschnitt geholt.

Babys liegen nicht falsch, sondern anders

In Eilenburg handelt man dagegen getreu dem Motto: Diese Babys liegen nicht falsch, sondern anders. Die Gynäkologin Dr. Christina Schmitz, die unter der Supervision von Chefärztin Dr. Claudia Fichtner die Geburt der kleinen Leni leitete, ist überzeugt: „Grundsätzlich halte ich die natürliche Geburt für die beste. Denn jede Operation ist nun mal eine Operation.“

Folgerichtig liegt Eilenburg bei der Kaiserschnittquote von insgesamt 17,5 Prozent (2017) weit unter dem sachsenweiten und bundesweiten Durchschnitt von 23 beziehungsweise sogar 30,5 Prozent.

Niedrige Kaiserschnittquote in Eilenburg

Doch auch in Eilenburg dringen die Ärzte und Hebammen nicht immer mit ihrer Argumentation pro natürliche Geburt durch. In diesem Jahr haben sich von acht Frauen, deren Kinder sich zur Geburt in Beckenendlage befanden, drei für den Kaiserschnitt entschieden. Bei zwei der verbleibenden fünf Frauen sprachen medizinische Indikatoren gegen eine spontane natürliche Geburt. Damit konnte in der Eilenburger Klinik in den zurückliegenden sechs Monaten drei Frauen der Kaiserschnitt erspart werden. Doch es könnten in der Klinik, in der in diesem Jahr bereits 167 Kinder das Licht der Welt erblickten, gern noch mehr werden, die sich trotz der anderen Lage ihres Kindes gegen das Skalpell entscheiden.

Geburt in angenehmer Atmosphäre

„Selbstverständlich sind wir jederzeit in der Lage, bei auftretenden Komplikationen einen Kaiserschnitt durchzuführen“, macht auch Oberärztin Dr. Madlen Krenz Mut. „Nach Abschätzung aller Risiken präferieren wir aber auch bei Beckenendlagen Spontangeburten.“

Dass sich das lohnt, das bestätigt Caroline Krause: „Die Geburt“, so erzählt die Brandiserin, „hat zwar viel Kraft gekostet, doch mein Mann und ich haben die entspannte Atmosphäre im Eilenburger Kreißsaal auch genossen. Wir haben uns jederzeit gut betreut gefühlt.“ Und am vierten Tag nach der Geburt ging es für die junge Mutter samt Leni nach Hause – ohne Narbe.

Von Ilka Fischer

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