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Eilenburg Eilenburger Mehrgenerationenhaus startet interaktive Luther-Ausstellung
Region Eilenburg Eilenburger Mehrgenerationenhaus startet interaktive Luther-Ausstellung
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11:27 27.04.2017
In der Wintergrüne 2 in Torgau war die Luther-Schau „Mensch Martin – Hut ab!“ schon zu sehen.  Quelle: Wolfgang Sens
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Eilenburg

 Im neuen Mehrgenerationenhaus am Nikolaiplatz in Eilenburg tut sich was. Vom 21. April bis zum 24. Mai ist eine ganz besondere Mitmachausstellung geplant, ist von Leiterin Yvonne Henselin zu erfahren. Sie hat das durch ganz Sachsen wandernde Angebot „Mensch Martin – Hut ab!“ nach Eilenburg geholt. Die Schau beschäftigt sich mit dem Leben und Wirken des Reformators Martin Luther. Anlass ist das diesjährige Reformationsjubiläum, der 500. Jahrestag der Veröffentlichung von Luthers 95 Thesen am 31. Oktober.

Die Schau richtet sich an die Sinne. Bis auf den Geschmackssinn werden alle angesprochen. Da gibt es schon mal etwas fürs Auge: Denn einige Informationen erhalten die Besucher über Illustrationen und Texte auf Tafeln. Fühlen können vor allem die jüngeren Besucher die Kleidung der damaligen Zeit. Denn wer möchte, kann diese interaktive Ausstellung im Kostüm erleben. Der Geruchssinn wird bei Tisch angesprochen. In Beuteln hängen verschiedene Gewürze, die zu Luthers Zeiten in den guten Küchen dominierten, zum Beschnuppern bereit. Das ganze Leben des Reformators wird nach Zeitabschnitten getrennt erlebbar. Vor allem an Schulklassen richtet sich das Angebot, ganz besonders an die Klassenstufen drei bis sieben.

Ausstellung für die ganze Familie

„Die interaktive Ausstellung ist aber auch für Familien geeignet. Sie soll auch bei unserem Familiengottesdienst am 7. Mai zum Thema Luther mit eingebunden werden“, erklärt Yvonne Henselin. Sie hat die Ethiklehrer der Schulen in der Region bereits eingeladen, die Ausstellung mit ihren Schülern zu besuchen und ins Gespräch zu kommen.

Auf den ersten Blick mag das Arrangement, das Grundschüler dieser Tage im Raum des Treffs vorfanden, heiter ausgesehen haben: Blumen, Kerzen, eine Puppe. Doch es ging um Trauer, um den Umgang mit dem Tod. Dieses Thema hatte sich Yvonne Henselin auch in ihrer Facharbeit vorgenommen. „Gerade dabei ist wünschenswert, wenn sich Eltern den Fragen ihrer Kinder stellen, die im Nachgang auftauchen könnten.“ Eltern sollen nicht außen vor bleiben. Das gilt jetzt immer in der Arche. Heißt: Es ist ausdrücklich erwünscht beim Projekt Mehrgenerationenhaus, dass Mütter und Väter die Kinder nicht nur bringen, oder abholen, sondern dass sie hier ebenfalls Angebote wahrnehmen, sich hier treffen können. Deshalb ist das Team gerade dabei, neue Angebote für die „Mitte“, heißt für Eltern mit Kindern zu entwickeln.

Dass sie gemeinsam mit ihren Sprösslingen an einem Angebot teilnehmen, ist in einer Baby-Krabbelgruppe ohnehin üblich. Und ein solcher Treff läuft derzeit gerade an. Die erste Zusammenkunft gab es schon. „Gerade bereiten wir zum Beispiel auch ein Elternprojekt mit Flüchtlingen vor, das dann im August startet“, berichtet die Arche-Leiterin. Es soll Tipps und Tricks für die Erziehung im Alltag vermitteln. Die in einem fremden Land nun mal nicht ganz so einfach ist, wo plötzlich eine ganz andere Kultur gelebt wird. „Das soll helfen, sich in der fremdartigen Welt zurechtzufinden“, erklärt Henselin weiter. Dafür konnte eine im arabischen Raum aufgewachsene Christin gewonnen werden, die bereits für die Diakonie arbeitet und sich mit dem Leben zwischen den Kulturen auskennt.

Beim Musik- und Straßentheaterfest dabei

Am 20. Mai will sich das Mehrgenerationenhaus Arche zudem beim Tag der offenen Tür in der Eilenburger Klinik des Kreiskrankenhauses vorstellen. „Auch beim Reformers Day in Torgau wollen wir dabei sein“, blättert die Arche-Chefin weiter im Programm. Am 27. Mai wird in der Kreisstadt ein buntes Musik- und Straßentheaterfest veranstaltet, bei dem die Eilenburger mitmachen. Auch dort wird aus verschiedenen Perspektiven nachgefragt, was Reformation heute für unser Leben bedeutet.

Von Heike Liesaus

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