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Eilenburger Mühlstraße:Sperrungen setzen Anliegern zu

Eilenburger Mühlstraße:Sperrungen setzen Anliegern zu

Eilenburg. Seit Mitte September ist die Mühlstraße in Eilenburg gesperrt. Kabel für die Stadtwerke sollen bis voraussichtlich bis Ende der dritten Dezemberwoche verlegt werden.

Die Leitungen kommen in den Fußweg. Weil jedoch Bagger kreuzen und der Erdaushub im Bereich der Straße gelagert werden muss, ist diese halbseitig gesperrt und vorübergehend als Einbahnstraße ausgewiesen. Sie ist nur von der Seite Schlossaue befahrbar. Von der Bergstraße aus und somit von der Stadtseite aus ist dicht.

Dieter Weidel, Geschäftsführer der Mörtitzer Modellbau GmbH, die hier ansässig ist, betrachtet die Baustelle, auf der die Mitarbeiter der Audenhainer Firma Haupt tätig sind, mit gemischten Gefühlen: "Sie arbeiten sehr sauber", schätzt er ein. "Aber die dauernden Straßensperrungen setzen uns zu. Materialanlieferung oder Auslieferung - alles wird erschwert. Das alles kostet Zeit und damit letztlich auch Geld. Und das geht ja allen Anwohnern und Firmen hier so. Mein Sohn sagte gerade, dass in den vergangenen zehn Jahren sicher sechs Jahre lang hier gesperrt war." Erst im August war wegen des Neubaus einer Gasleitung eine Vollsperrung angesagt. Im Jahr zuvor galt für einige Tage eine Einbahnstraßenregelung, weil die Stadtwerke die Gasleitungen erneuern ließen. Und allen ist noch die lange Zeit sehr gut im Gedächtnis, als die Straße wegen der abgerutschten Ostflanke des Burgbergs und der Sanierung insgesamt zwei Jahre vollkommen gesperrt war. "Außerdem hatten wir noch zwei Mal Hochwasser in den Jahren 2002 und 2013", fügt Weidel hinzu.

Er hat gerade deshalb wenig Verständnis dafür, dass sich die Baustelle derzeit von der Röhrenbrücke bis kurz vor seinen Betrieb erstreckt, während die Bauleute nur auf einem zirka 50 Meter langen Stück werkeln. "Die Anwohner hatten wegen einer Bedarfsampel nachgefragt, aber da ging kein Weg rein" erzählt er.

Netzmeister Karsten Fischer von den Stadtwerken Eilenburg weiß um das Problem, das den Anliegern der Mühlstraße unter den Nägeln brennt, aber eine bessere Lösung kann er nicht bieten: "Beim Strom sind nun mal keine kurzen Abschnitte möglich. Sonst müssten Muffen gesetzt werden. Das sind aber immer Störquellen. Bei Mittelspannungskabeln muss man alles an einem Stück ziehen."

Auf der Baustelle würden Straßenbeleuchtung, die Niederspannungsleitungen für die Haushalte und die Mittelspannungskabel, die zur neuen Trafostation führen, verlegt. Die Graben in den Wegen seien derzeit so weit offen, bis auf die Stellen an den Grundstückszufahrten, wo die Kabel darunter durch Rohre hindurch verlegt werden.

Der Endtermin bis zum 19. Dezember werde sicher eingehalten werden, erklärt Fischer. "Sobald wir so weit sind, also nach dem Kabeleinzug, werden wir dann wahrscheinlich auch mit einer Ampelregelung auskommen können."

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 10.10.2014
lis

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