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Eilenburg Eilenburger Narren verzaubern Publikum mit schnittigem Programm
Region Eilenburg Eilenburger Narren verzaubern Publikum mit schnittigem Programm
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12:50 01.02.2016
Finaler Augenschmaus als Krabbeltiere standen die Männer und Frauen des ECC noch einmal gemeinsam auf der Bühne.  Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

 „Kommt rein, kommt rein beim ECC ist’s fein! Ein dreifaches „Kültzschau Helau!“ Mit diesen Hymnen und Schlachtrufen startete am Samstag die erste Abendveranstaltung der 45. Faschingssession des Eilenburger Carneval Clubs.

Die Tanzsportgarde eröffnete gewohnt synchron, präzise und mit toller Choreographie. Dem ersten Tanz folgte der Einmarsch der rund 40 Akteure. Mittendrin Mathias Gürke, der auch in diesem Jahr die Programmfäden in der Hand hielt. Gleich zu Beginn nutzte er die Gelegenheit, die Ehrengäste mit dem Sessionsorden zu erfreuen. Oberbürgermeister Ralf Scheler, seit dieser Woche Vereinsmitglied, ließ sich ebenso wie Hubertus Wacker den Orden verleihen.

Beim Ehrengast Volker Tiefensee wurde eigens für ihn eine menschliche Erhöhung gebaut, um den großgewachsenen Herren würdevoll zu behängen. Ebenfalls geehrt wurde Thomas Krumpe mit dem Clownsorden, denn schon seit langem erfreut er beim Kinderfasching die jüngsten Narren mit seinen Clownerien.

Die alten Weiber des Vereins nutzten die Gelegenheit, um das Publikum gleich mit warm zu turnen. Hände, Beine und Po brachten die Damen zum Wackeln, bevor der Abend seinen Lauf nahm. Heute ein Brot zu bestellen, das morgen von gestern ist, ist gar nicht so leicht und sorgte bei den Damen Gerrit und Anette nicht nur für ordentlich Verwirrung, sondern gleichwohl für die ersten Lachmuskelübung der Gäste.

Mit akkuraten Bewegungen und akrobatischen Elementen folgte die Tanzeinlage des Mariechen Jasmin. Auch das Tanzpaar Lena und Felix, am Abend im brandneuen Kostüm, ließ die Narren und Närrinnen im Publikum staunen. Kurze Sketche, Gags und Tänze wechselten sich ab. Die Damen der Showtanzgruppe überzeugten mit fantasievollen Kreationen. Mit von der Partie war auch Peter Murch, der in dieser Session als Zauberer seiner Büttenrednerqualität nachkam. Er versuchte zu zaubern, was des Publikumsherz begehrte. Nicht immer traf er ins Schwarze, dafür aber in das Lachgemüt des Publikums.

Der Geheimtipp eines jeden Karnevals ist das Männerballett, so auch in der Muldestadt. Hier gelang es den Herren der Schöpfung ihr Bestes zugeben, vor allem die Damenwelt forderte deshalb eine Zugabe ein. Endloses Lachmuskeltraining bescherte Axel Sylvester, der als Psychiater Toralf Retter die psychischen Erkrankungen der menschlichen Sprache erforschte. Seine enorme Schauspielgabe kam im Publikum sehr gut an. Gern hätte man noch Zugaben bekommen, aber schon stand der letzte Programmpunkt bereit. Das große Krabbeln der Damen und Männer überzeugte mit Kostüm, Choreographie und Idee.

Zum Finale versammelten sich alle Mitwirkende auf der Bühne. Mit lautem Knall und Konfettiregen verabschiedeten sich die Karnevalisten. „Danke liebe Gäste, dass ihr heute hier wart!“, rief Gürke noch einmal den Piraten, Polizistinnen und Co zu.

Der abwechslungsreiche Abend gefiel auch Schaich Mike Erler: „Es war kein langatmiges Programm, sondern schnittig und kompakt. Auch später gab es noch viel Zeit zum Tanzen. Vielen Dank für die Verzauberung an diesem Abend“, fasste er die Veranstaltung der fünften Jahreszeit zusammen.

Die Weiberfastnacht am Donnerstag ist ausverkauft. Für alle Faschingsfans gibt es aber am kommenden Samstag eine weitere Veranstaltung, für die es auch noch Restkarten gibt. Am Freitagabend lädt der ECC zum karnevalistischen Tanzprogramm ins Bürgerhaus ein. Dann zeigen alle Tanzgruppen, einschließlich des Männerballetts, aktuelle Kostproben aus ihrem Repertoire. Am Rosenmontag haben Schaulustige nochmals die Gelegenheit, den ECC in Aktion zu erleben. Beginn des Umzuges ist 14 Uhr in der Innenstadt.

Von Anke Herold

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