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Eilenburger OBM-Kandidat will Umweltverschmutzern Handwerk legen

Eilenburger OBM-Kandidat will Umweltverschmutzern Handwerk legen

Jürgen Clauß und Eilenburgs im Sommer nach über 20 Jahren aus diesem Amt scheidender Oberbürgermeister Hubertus Wacker (parteilos) haben etwas gemeinsam: Beide sind an einem 6. Oktober geboren.

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Jürgen Clauß. OBM-Kandidat der Linken für die Wacker-Nachfolge, an einem seiner Lieblingsorte in Eilenburg, dem Butzbacher Platz.

Quelle: Wolfgang Sens

Eilenburg. Der Unterschied ist nur: Wacker ist Jahrgang 1955 und Clauß, Jahrgang 1953, traut sich durchaus zu, die nächsten sieben Jahre als Stadtchef Verantwortung zu übernehmen.

 Wenn mit dem Urnengang am 7. Juni ein Wacker-Nachfolger gefunden werden soll, dann ist Jürgen Clauß einer von vier Bewerbern um den Chefstuhl im Rathaus. Der gebürtige Leipziger und Inhaber des Studienkreises Eilenburg und Bad Düben lebt seit 1996 in der Muldestadt, war und ist mit seiner neuen Heimat seit vielen Jahren als Parteiloser mit dem Mandat der Linken auch über Funktionen im Stadtwerke-Aufsichtsrat, als Stadtratsmitglied sowie beim Sozialverband des VdK eng verbunden. Auf die Frage, wie ihn ein guter Freund beschreiben würde, antwortet der 61-Jährige: "Folgende Eigenschaften würden wohl genannt werden: Zuverlässig, pünktlich, guter Zuhörer, hilfsbereit, kann nur schwer Nein sagen, seine Meinung nach dem Austausch von Argumenten auch mal ändern." Er sei ein ausgleichender Typ, suche nicht vordergründig die Konfrontation, aber behalte sich das letzte Wort vor, "wenn es notwendig wird". Wo es möglich ist, suche er den Interessenausgleich. So dieser Tage bei der Klärung von Differenzen im Jugendhaus VI (wir berichteten), wo der Pädagoge, außerdem promovierter Physiker, als Stadtrat zurzeit involviert ist.

 Wäre er Bürgermeister von Eilenburg, würde er auch Folgendes zur Chefsache machen: Grundlagen für eine guten Lebensqualität in der Stadt sichern und damit freiwillige Leistungen wie Schwimmhalle, Bibliothek, Museum, kulturelle Angebote sowie den Sozialpass für Bedürftige. Dafür seien ein solider Haushalt wichtig und gut funktionierende Betriebe. Mehr, als das gegenwärtig der Fall ist, würde Clauß die Bürger und Vereine an der Vorbereitung von Stadtratsbeschlüssen, die von hohem öffentlichem Interesse sind, teilhaben lassen. "Ein mehrheitsfähiger Beschlussvorschlag sollte erst nach Abwägung aller Argumente in den Stadtrat eingebracht werden", spielt er unter anderem auf die aktuelle Diskussion zur Burgberg-Baustelle altes Gefängnis an. Die bekanntlich gerade hochkocht, nachdem die Messen schon gelesen sind. Ein weiteres Problem für den OBM-Kandidaten ist die Sauberkeit auf Wertstoffsammelplätzen. "Auch wenn das Geld kostet: Den Umweltverschmutzern muss konsequent das Handwerk gelegt werden." Auch die Regeln der Sperrmüllsammlung gehören für ihn auf dem Prüfstand.

 Clauß ist in der Freizeit gern mit Freunden, Familie und Hund Jacky zusammen. Gern verweilt er auch auf dem Butzbacher Platz, für den er sich als Reverenz an die Partnerstadt ins Zeug legte. Und Clauß mochte es durchaus, wenn er Wacker zum Geburtstag gratulierte, dass auch er ein Ständchen abbekam.

 Lesen Sie morgen, warum SPD-Kandidat Torsten Pötzsch keinen Dienstwagen will.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 26.05.2015
Von Karin Rieck

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