Volltextsuche über das Angebot:

21 ° / 10 ° wolkig

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Eilenburger Papierfabrik setzt auf mehr qualifzierte Bewerber

Eilenburger Papierfabrik setzt auf mehr qualifzierte Bewerber

Eilenburg. Das Sachsen-Werk will auch im neuen Jahr seine Spitzenposition im Stora-Enso-Konzern behaupten. Was bedeutet, technologische Prozesse der Papierproduktion müssen in relativ kurzen Zeiträumen wiederum aktuellen Erfordernissen angepasst werden.

Wie berichtet, geht das bis Ende des ersten Quartals auch mit Personaleinsparungen einher, die sich aus effizienteren Produktionsabläufen ergeben.

"Das Ausscheiden von 34 Mitarbeitern konnten wir weitgehend sozial verträglich mit Altersteilzeitregelungen und Abfindungen abfedern", sagte Werkleiter Ulrich Höke. "Jetzt blicken wir vor allem wieder nach vorn. Wir sind nach wie vor gut aufgestellt, schreiben schwarze Zahlen." Auf die Kompetenz hoch qualifizierter Mitarbeiter, die bei dieser Gelegenheit sogar gern aus dem Arbeitsleben ausgestiegen wären, hätte man aber nicht verzichten können. "Wer bei uns seine Ausbildung ordentlich abschließt, hat auch in Zukunft einen sicheren Arbeitsplatz", blickte der Werkleiter bereits vier bis sechs Jahre voraus. Dann werden eine ganze Reihe Kollegen altersbedingt ausscheiden. Weshalb vor allem Spezialisten wie Papiertechnologen, Elektroniker, Mechatroniker sowie EDV-Spezialisten - allerdings inzwischen seltener Jobs im Verwaltungsbereich - im Gewerbegebiet auf dem Eilenburger Schanzberg eine Zukunft haben. Genauso wie Ingenieure in den Bereichen Papiererzeugung, Prozess- und Verfahrenstechnik, Instandhaltung, Mechanik und Elektronik. "Dass die Bewerberzahlen beim Nachwuchs deutlich zurück gegangen sind, bekommen auch wir zu spüren", sagte Höke. Zu besten Zeiten habe es im Sachsen-Papier-Werk bis zu 100 Interessenten jährlich für die Lehrstellen gegeben. Nunmehr seien es pro Jahrgang noch 30. Zurzeit absolvieren 13 Azubis im Betrieb ihre dreijährige Qualifikation. Etwa sechs, schätzt Höke, sollen am Ende der bereits begonnenen Bewerbungsfristen im Spätsommer wieder einen Lehrvertrag bekommen. "Wir starteten schon Werbeaktionen, werden auf Ausbildungsmessen präsent sein", lud der Werkleiter junge Leute mit einem mindestens guten Oberschulabschluss ein, das 256 Mitarbeiter zählende Stammpersonal - dazu kommen 15 Kollegen im Servicebereich für den Konzern - perspektivisch zu ergänzen.

Von den Gesamtkosten bei dem wichtigen Eilenburger Arbeitgeber entfallen 9 Prozent aufs Personal, 50 Prozent aufs Altpapier, aus dem hier grafische Papiere, darunter vor allem für Zeitungen, Zeitschriften und Werbeprodukte entstehen, sowie 20 Prozent auf die Energiebilanz. "Die momentanen politischen Diskussionen im Bereich der Energiekosten sorgen bei uns für große Unsicherheiten", sah der Werkleiter Entwicklungen skeptisch, die den energieintensiven Betrieb in Zukunft zusätzlich belasten könnten. Auch deshalb wurden 2013 etwa zwei Millionen Euro in effizientere Produktionsabläufe investiert. In diesem Jahr werden es wohl zwischen drei und vier Millionen Euro sein, war zu erfahren. So fallen bei der Einfahrt ins Werk Umbauten auf, mit deren Hilfe die Altpapier-Lieferanten und -kunden beim Ein- sowie beim Aus-Checken der Versand-Papiere vieles in Eigenregie auf elektronischem Wege erledigen können. Weitere Automatisierungen nannte Höke im Bereich der Altpapier-Zulieferung und der Ausrüstung der Papiermaschine. 310 000 Tonnen Jahresproduktion bedeuten hier zwar einen Rückgang. Wegen der leichteren und dünneren Papiere, die zurzeit vor allem gefragt sind. Das frühere Hauptgeschäftsfeld Zeitungsdruckpapier macht inzwischen wegen der rückläufigen Nachfrage nur noch etwa 50 Prozent das Volumens in dem Unternehmen aus - das übrigens im August sein 20-jähriges Bestehen begeht.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 08.01.2014
Karin Rieck

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Eilenburg
  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • Geld für Vereine der Region
    Mikrologo Angestust

    Mit der Aktion „Angestupst“ unterstützen LVZ und Sparkasse Leipzig die Vereine der Region. Die nächste Runde läuft - jetzt mitmachen und bewerben! mehr

  • LVZ-Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Das LVZ-Sommerkino lud wieder zu unterhaltsamen Filmabenden ins Scheibenholz ein. Sehen Sie hier einen Rückblick in Fotos und Geschichten. mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

Fußball in Nordsachsen
  • Fußball in Nordsachsen
  • Jahrtausendflut 2002

    Entlang von Mulde, Elbe und Pleite brach im August 2002 eine verheerende Flutkatastrophe herein. Die LVZ zeigt eine Bestandsaufnahme. mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr