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Eilenburg Eilenburger Rentner ärgern sich über Busverkehr
Region Eilenburg Eilenburger Rentner ärgern sich über Busverkehr
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15:49 03.01.2010

Bisher waren es neun Fahrten. Und das hat nichts mit dem Schneefall zu tun. Die Reduzierung trifft vor allem die Eilenburger Senioren, die sich mit ihrem Problem – für das es eine plausible Erklärung gibt – an die Kreiszeitung wandten. „Hier wird an der falschen Stelle gespart. Die wichtigsten Verbindungen, beispielsweise die um 8.30 Uhr, sind gekappt. Gerade zu dieser Zeit wollen viele Rentner nach Leipzig zum Einkaufen und zum Arzt. In Leipzig gibt es Fachärzte und Kliniken, die auch Eilenburger besuchen müssen. Saxbus hat die Aufgabe bisher gut gelöst. Jetzt müssen wir in Taucha oder im Paunsdorf-Center umsteigen. Für uns wird das zur Tagesreise und damit unerträglich. Warum?“, fragt Almut Becker aus Eilenburg. Die 70-Jährige sei sonst immer 8.30Uhr zum Hauptbahnhof gefahren und 11.30 Uhr zurück. Sie habe schlimmes Rheuma und könne gar nicht mehr in den Zug „fast einen Meter hochklettern“. „Wenn ich in Eilenburg in den Zug will, muss mich jemand schieben oder ziehen. Das sollte sich mal jemand angucken. Rollstuhlfahrer kommen gar nicht hoch.“ Edmund Bier, Sachgebietsleiter im Verkehrsamt des Landratsamtes, klärt auf: „Mit der Neuvergabe der Buslinien gab es auch Anhörungen. Die Leipziger Verkehrsbetriebe haben geäußert, dass sie es nicht wollen, dass Saxbus bis zum Hauptbahnhof fährt. Die LVB haben das Recht zu diesen Einwänden, weil es sich um ihr Hoheitsgebiet handelt. Die Landesdirektion Leipzig stimmte dem Einwand bedingt zu.“ Vor allem gehe es aber auch darum, sogenannte Parallelverbindungen zu vermeiden. Und genau das sei der Fall. Denn neben dem Bus pendelt ab Taucha und PC auch die Straßenbahn zum Hauptbahnhof.

Frank Pfütze

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