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Eilenburg Eilenburger Schüler spenden einen Tag Arbeit
Region Eilenburg Eilenburger Schüler spenden einen Tag Arbeit
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14:26 19.05.2015
Wer macht mit bei "GenialSozial" und wo findet sich ein "Arbeitgeber"? Die Schüler der 7. Klasse wissen nun, worum es beim Aktionstag am 7. Juli geht. Quelle: Heike Liesaus

Hauptsache: einige Stunden Arbeit, die ein "Arbeitgeber" - das kann ein Betrieb ebenso wie die Oma sein - bezahlt. Das Geld werde für soziale Zwecke gespendet, erklärte Lydia Haferkorn, Programmleiterin bei der Sächsischen Jugendstiftung, den Mädchen und Jungen. "Bei uns machen voraussichtlich sieben Klassen mit", erzählte Ivonne Juche, Sozialarbeiterin an der Schule. "Die 8. Klassen wissen schon vom vorigen Jahr Bescheid, wie die Aktion abläuft." 2014 machten 75 Schüler aus den Tschanter-Reihen mit, es kamen 1676,50 Euro zusammen. Marius Worbs hatte als Klassensprecher schon vorher von der Idee erfahren: "Ich war der, der am meisten ja gesagt hat." Er würde das Geld am liebsten dem Tierheim spenden oder dem World Wildlife Found. Allerdings sollen die Spenden dieser Aktion eher in Projekte fließen, die sich um Menschen kümmern, erklärte Lydia Haferkorn den Schülern.

Die Arbeitgeber überweisen die vorher ausgehandelten Beträge direkt an die Stiftung. Diese leitet 30 Prozent zurück an die Schule. Dieser Anteil findet dann regionale Verwendung. Die Mädchen und Jungen können gemeinsam darüber bestimmen, was damit geschieht. "Ihr solltet euch umsehen, wer im Umfeld vielleicht schlechter gestellt ist, wo es Not und Bedürftigkeit gibt", so der Rat der Programmleiterin. Eine Dresdener Schule habe voriges Jahre für ein Therapieprojekt krebskranker Kinder gespendet, andere für eine Weihnachtsfeier mit Kurkindern aus Tschernobyl, nannte sie Beispiele.

Mit den anderen 70 Prozent aber helfen die jungen Sachsen weltweit. Die 28 000 teilnehmenden Schüler hatten voriges Jahr insgesamt 540 000 Euro an einem Tag erarbeitet. Davon werden nun unter anderem ein Krankenhaus in Nepal, die Verbreitung brennstoffsparender Herde in Kenia und sanitäre Einrichtungen in Schulen auf den Philippinen unterstützt. Auf alle Fälle sei alles freiwillig, betonen Programmleiterin und Schulsozialarbeiterin. Wer nicht an der Aktion teilnimmt, geht an diesem Tag ganz normal zum Unterricht.

Voraussichtlich im Mai werden nun die Tschanter-Schüler bei potenziellen Arbeitgebern nachfragen, wo sie sich für "GenialSozial" betätigen könnten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 18.04.2015
Von Heike Liesaus

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