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Eilenburg Eilenburger Sternwarte präsentiert Mystisches aus der Sternenwelt
Region Eilenburg Eilenburger Sternwarte präsentiert Mystisches aus der Sternenwelt
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10:13 02.08.2016
Iris Schübel, Lehrerin aus Bad Düben, erklärt Mia (9) (v.l.), Emilie (9) und Paul (11) , wie mithilfe des ZKP-1-Projektor der Sternenhimmel in die Kuppel des Planetariums projiziert wird. Quelle: Foto: Wolfgang Sens
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Eilenburg

Palermo, 1801, in der Neujahrs-Nacht: Niccolo Cacciatore erblickt zum ersten Mal das Sternbild des Delfins. Doch für den Erfolg seiner Entdeckung wird sein Chef Cuiseppe Piazzo, Direktor der Sternwarte Palermo, geehrt. Dafür rächt sich Cacciatore. Diese spannende Geschichte erzählt Iris Schübel in der gut gefüllten Kuppel des Planetariums Eilenburg.

Gut gelaunt, souverän und witzig führt sie eine Stunde lang durch das Programm von „Zwei Sterne mit Geheimcode“. Schübel lehrt eigentlich Physik, Informatik und Mathematik an der Oberschule Bad Düben und referiert zum ersten Mal vor Publikum in der Sternwarte „Juri Gagarin“ Eilenburg.

Während es draußen donnert und regnet, herrscht in der Planetariumskuppel eine gemütliche Atmosphäre. So mancher hat sich eine Decke mitgebracht oder kuschelt sich an einen Elternteil. Dabei dimmt Schübel langsam das Licht, damit sich alle Augen innerhalb von 20 Minuten optimal an den dunklen Nachthimmel gewöhnen können.

Dann löst sie den Geheimcode auf: Piazzis Assistent hat die Sterne einfach nach seinem Vor- und Nachnamen in Latein (Nicolaus Venator) und rückwärts (Sualocin, HIP 101958A, und Rotanev, HIP 101769 A) benannt. Das war damals eigentlich verboten. Erst viele Jahre später, als Cacciatore schon gestorben war, wurde sein Trick entlarvt. 1815 waren die Bezeichnungen schon in das allgemeine Sternenverzeichnis aufgenommen worden. Es blieb dabei und Cacciatore hatte sich verewigt.

Mithilfe des ZKP-1-Projektors projiziert Schübel in der Kuppel das passende Delfin-Bild wie auch die anderen Sommersternbilder Schwan, Harfe und Adler. Über alle hat sie mystische Sagen aus dem alten Griechenland und Rom parat. Das Delfin-Bild hat der Götterkönig Zeus zum Beispiel als Dank an alle Delfine, die die Menschen vor dem Ertrinken bewahren, an den Sternenhimmel versetzt.

Als die Dämmerung in der Kuppel wieder einsetzt, regnet es draußen nicht mehr. Mia (9) aus Delitzsch geht mit einem guten Gefühl hinaus: „Mir hat es sehr gut gefallen. Ich bin zum ersten Mal hier. Besonders schön fand ich das Delfin-Sternbild.“ Und Paul (11) aus Wurzen sagt: „Die Geschichte über die Geheimcode-Sterne war echt spannend.“ Das Feedback fällt also positiv aus.

Von Melanie Steitz

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