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Eilenburg Eilenburger Supermarkt-Projekte in der Warteschleife
Region Eilenburg Eilenburger Supermarkt-Projekte in der Warteschleife
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00:21 01.09.2017
Eine Aldi-Filiale im modernen Design, wie diese in Mockau, soll auch in Eilenburg entstehen. Quelle: Andre Kempner
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Eilenburg

Wie steht es um den Umbau und die Neuansiedlung bei Supermärkten und Discountern in Eilenburg? Viele Projekte sind angekündigt, wurden teils heftig diskutiert. Doch auf avisierten Bauplätzen herrscht vorerst noch Ruhe. Zumeist liegt noch kein Baurecht für die Projekte vor.

Rewe: „Der Bauantrag wurde vorgelegt und wir warten auf Rückmeldung der zuständigen Behörden. Wir hoffen weiterhin, dass wir 2018 umbauen können“, so die Mitteilung der Rewe-Gruppe. Der Markt im Eilenburger Stadtteil Berg sollte bis zum zweiten Halbjahr 2018 umgestaltet und erweitert werden. Ursprünglich wollte das Unternehmen das Projekt schon voriges Jahr umsetzen. Im Stadtrat am 4. September über eine erneute Offenlage für den Entwurf des Bebauungsplanes „Sondergebiet Handel Grenzstraße“ beschlossen. Denn das gesamte Einkaufszentrum soll einen neuen bekommen. Im Gebäudekomplex aus den 1990er-Jahren gab es bisher keine Aufwertungsmaßnahmen. Einige Flächen stehen leer. Die Eigentümer wollen den gesamten Markt revitalisieren. Und Rewe will die Verkaufsfläche von 1500 auf 1800 Quadratmeter erweitern und zeitgemäß gestalten.


Aldi: „Der erste Spatenstich für den neuen Aldi-Markt im Eilenburger Stadtteil Berg soll voraussichtlich im Frühjahr 2017 gesetzt werden.“ Das war die Info aus dem Oktober vorigen Jahres. Das Frühjahr ist schon eine Weile her. Torsten Spaller, Expansionsleiter bei Aldi Nord erklärt die Lage: „Es gibt noch kein Baurecht. Der Bebauungsplan ist noch nicht beschlossen. Und nach wie vor suchen wir gemeinsam mit der Stadt die beste Variante für die Zufahrt, also eine Lösung, die beide Parteien glücklich macht.“ Allerdings sei es wohl nun nicht mehr zu eng geplant, von einer Eröffnung im dritten Quartal 2018 zu sprechen. Immerhin ist der Vorgang schon etwas weiter: Der September-Stadtrat hat den Satzungsbeschluss zur 1. Änderung des Bebauungsplans auf der Tagesordnung. Aldi will von 700 auf 1000 Quadratmeter erweitern. Mit sieben bis acht Monaten Bauzeit wird gerechnet. Für die dann leeren Flächen im jetzigen, nur etwa 150 Meter entfernt stehenden Gebäude werden neue Mieter gesucht. Handel mit innenstadtrelevanten Sortimenten soll an dieser Stelle nicht zugelassen werden. Der Markgrafen-Getränkemarkt, der ebenfalls in dieser Immobilie ansässig ist, bleibt.

Penny: „Der Bauantrag wurde vorgelegt und wir warten auf Rückmeldung der zuständigen Behörden“, das teilt die Penny-Pressestelle mit. Die Discounterkette könnte es somit vielleicht sogar schaffen, wie angekündigt, ab Ende dieses Jahres ihren neuen Markt in Eilenburg bauen. „Es wird ein moderner Baukörper mit 800 Quadratmeter Verkaufsfläche entstehen. Dieses Objekt wird das erste seiner Art in der Umgebung von Eilenburg werden.“ Die Verkaufsfläche im Gewerbegebäude an der Ecke Bahnhofstraße/Kranoldstraße ist 570 Quadratmeter groß. In einigen Wochen könnten weitere Entscheidungen fallen, könne es somit weiterführende Informationen geben, kündigt Penny an. Der Neubau soll laut den Infos der Stadt unmittelbar nebenan auf dem ehemaligen Ebawe-Gelände entstehen.

Edeka: Wann der Bau für den Edeka-Vollsortimenter an der Ziegelstraße auf dem Gelände des ehemaligen ECW-Kraftwerks starten könnte, steht weiter in den Sternen. Auch war vor einigen Jahren schon längst ein erster Spatenstich im Plan. Doch für ein solches Projekt in der Stadt, bedarf es überregionaler Genehmigungen. Und nun ist doch ein Raumordnungsverfahren nötig. Aktuell verhandelt die Stadt mit der Landesdirektion darüber, in welcher Form und damit welchem in Umfang es stattfinden soll. „Wir wollen ein verkürztes Verfahren, um Zeit zu sparen“, erklärt Heiko Leihe, verantwortlich für den Bereich Wirtschaftsförderung in der Stadt. Lebensmittelmarkt sowie Bau- und Gartenmarkt sollen entstehen. Das Projekt ist das am meisten umstrittene in der Stadt. Der Standort soll quasi als Ersatz für den geschlossenen Marktkaufstandort an der Schondorfer Mark entwickelt werden. Doch dort kündigte der neue Eigentümer ebenfalls einen neuen Mieter an, war bereits im März von intensiven Verhandlungen mit „konkreten Mietern“ die Rede, die aber bisher noch nicht präsentiert wurden. Laut Stadtverwaltung wäre theoretisch die Ansiedlung eines Lebensmittlers auf 3500 Quadratmetern derzeit leer stehender Fläche mit aktuellen Baugenehmigungen sofort möglich.

Mehr Verkaufsfläche

Würden tatsächlich alle Projekte umgesetzt, würde das Eilenburg einen Zuwachs ein Verkaufsfläche für Lebensmittel um 7800 Quadratmeter bringen: Dabei machen die Erweiterungen der Discounter insgesamt 800 Quadratmeter aus. Edeka will ebenfalls 3500 Quadratmeter Verkaufsfläche für Lebensmittel bauen. Dabei scheinen die Eilenburger derzeit damit nicht so unterversorgt: Zuletzt eröffnete Norma den Neubau an der Puschkinstraße. Das war im Dezember 2015. Lidl betreibt einen neuen Markt an der Ziegelstraße. Netto an der Wurzener Straße baute nach einem Brand neu. Die Filiale am Nordring ist ebenfalls erneuert und erweitert. Zudem ist in Eilenburg-Ost der Nah- und Frisch-Standort am Gabelweg als Anbieter mit Lebensmittel-Vollsortiment und mit gehobener Ausstattung vor Ort.

Von Heike Liesaus

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