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Eilenburg Eilenburger Tierpark feiert Richtfest für neues Tropicana
Region Eilenburg Eilenburger Tierpark feiert Richtfest für neues Tropicana
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00:18 05.07.2017
Richtfest für das Tropicana: In dieses werden aller Voraussicht nach auch Lisztaffen, Boa und Leguane einziehen. Für sie sucht der Verein weiter Paten. Das Patengeld von 100, 80 beziehungsweise 50 Euro fließt zu 100 Prozent in den Neubau. Mit Stand vom 1. Juli zählte der Eilenburger Tierpark übrigens 13 Paten für seine Tropicanatiere. Quelle: Ilka Fischer
Eilenburg

Eine kleine Feier für ein großes Vorhaben – so könnte man das Richtfest für das Tropicana überschreiben. Am Freitag konnte Tierparkleiter Stefan Teuber schon unter dem geschlossenen Dach des künftigen Warmhauses Unterstützer, Handwerker und Mitarbeiter begrüßen. Auf den obligatorischen letzten Nagel wurde wie auf einen Richtkranz verzichtet.

400 000 Euro werden investiert

Weniger aus Kostengründen, wobei der Verein bei seinem bisher größten und rund 400 000 Euro teuren Projekt auf jeden Euro achtet, sondern vor allem, weil das Porenbetonhaus ein Stahlblechdach hat. Einen anderen wichtigen Unterschied hob Stefan Teuber, Tierpark- und Bauleiter in Personalunion, noch hervor: „ Bei uns gilt das Wort.“ Bei dem Planer Norbert Urlaub und den ausführenden Firmen Straßen- und Tiefbau Eilenburg, Friebe-Bau sowie Metallbau Wolf/Michael Sittner habe es jedenfalls keines schriftlichen Vertrages bedurft, „auf einmal gemachte und dem Verein auch entgegenkommende Zusagen war Verlass“.

Stadt unterstützt Tierparkverein

Das gilt auch für die Stadt, der das Tierparkgrundstück gehört. Oberbürgermeister Ralf Scheler (parteilos) hob hervor, dass der Stadtrat die Bürgschaft für einen 150 000-Euro-Kredit gern übernommen hat. „Das Konzept unseres Tierparks passt von hinten bis vorne und ist für Eilenburg eine wunderbare Sache.“

250 000 Euro will und muss der Verein dennoch aus eigener Kraft und mit Hilfe von Sponsoren aufbringen. Mit Beginn des zweiten Halbjahres zeigt die Spendensäule stolze 170 000 Euro an, wobei feste Zusagen, wie die der Stadtwerke Eilenburg in Sachen Heizung, noch nicht einmal berücksichtigt sind.

Haus mit interessanten Tieren

Dass das Projekt ein ernsthaftes Vorhaben für den gar nicht so großen Verein ist, darauf verwies der Vereinsvorsitzende Peter Burck. Die Stetigkeit der Familie Teuber, der Mitarbeiter, des Vorstandes und nicht zuletzt der Besucherzahlen lassen ihn aber zuversichtlich ins Jahr 2019 schauen. „Dann haben wir hier ein begrüntes Haus mit vielen interessanten Tieren.“

Dass es noch so lange dauert, bis Schlangen, Krallenaffen, Vogelspinnen, Leguane und Co. einziehen können, dafür warb Stefan Teuber um Verständnis. Drei Jahre habe es von der Schließung des altes Hauses und der ersten Idee bis zur jetzigen Fertigstellung der Außenhülle gedauert. Es handele sich dabei um einen schlichten Porenbetonbau, der aber gute Dämmwerte hat. Entscheidend sei die äußere Gestaltung und das Innenleben, für die sich der Verein nun noch zwei Jahre Zeit nimmt und auch braucht. „Der Besucher“, so der Tierparkchef, „soll sich dann in einer Landschaft mit dem Tier fühlen.“

„Das Leipziger Gondwanaland war gestern“

Doch noch ist es nicht soweit. Mit der Heizung, Lüftung und Elektrik stehen die nächsten Gewerke schon fest. Anschließend müsse auch in verschiedenen Jahreszeiten ausgiebig getestet werden, wie sich das Ganze klimatisch und lichttechnisch entwickelt. Auch die Gestaltung, die der Verein mit eigenen Kräften stemmt, werde einige Zeit dauern, „wenn auch nicht so lange wie ein gewisser Flughafenbau“. Und in ähnlich selbstbewusster Manier wie Eilenburg mit dem Wohnstandort-Slogan „Das Beste an Leipzig“ wirbt, formulierte Stefan Teuber: „Das Leipziger Gondwanaland war gestern, heute ist Eilenburgs Tropicana dran.“ Auch wenn dafür keine 70 Millionen Euro verbaut werden könnten.

Von Ilka Fischer

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