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Eilenburg Eilenburger Tuning-Fans – alles andere als Raser
Region Eilenburg Eilenburger Tuning-Fans – alles andere als Raser
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06:25 02.10.2017
Die Tuningfreunde aus Eilenburg posieren für ein Gruppenbild. Natürlich sind auch die Partnerinnen immer beim Treffen dabei – wie hier am Samstag in Wellaune. Quelle: Anke Herold
Eilenburg/Wellaune

Felgen, Folie, Fahrwerk – oder kurz das 3F-Tuning. Der Szenekenner weiß, was gemeint ist. Für all jene jedoch, die ihr Auto hauptsächlich nutzen, um von A nach B zu kommen, ist dieser Begriff eher unbekannt. Die F- Wörter sagen aus, worauf es ankommt. Dabei zählt nicht die PS Stärke, sondern Kreativität und Besonderheit des Tuning- Stils.

17 Auto-Freaks am Start

In Eilenburg haben sich inzwischen Gleichgesinnte zu einer Gruppe zusammengefunden. Genannt werden sie „dubsters“ und machen ihre Gemeinschaft auch an ihren Autos deutlich. Das Tuner Raser sind, wird allgemeinhin vermutet. Mit dem Vorurteil soll aufgeräumt werden. Deshalb gab es am Wochenende am alten Silo in Wellaune das erste Tuning-Treffen, ganz ohne Raserei. Philipp Müller ist einer der 17 Freunde, die sich mit dem 3F-Tuning bestens auskennen. „Es war gar nicht so leicht, einen Platz zu finden, um das Treffen stattfinden zu lassen. In Eilenburg und Bad Düben haben wir geschaut und letztlich hier den Platz gemietet.“

Viel Liebe zum Detail

Beim Blick durch die Autoreihen sieht man die Liebe zum Detail an den gute gepflegten Karosserien, den besonderen Felgen und den veränderten Fahrwerken. Der Mercedes von Axel Klemm ist hier ein Paradebeispiel. „Von meinem Opa habe ich das Auto übernommen, das Fahrwerk verbaut, die Felgen extra für das Auto anfertigen lassen. Der Lack wurde aufbereitet und ist zum größten Teil noch original. Im Inneren sind die Sitze mit Leder bezogen worden“, erklärt der angehende Kraftfahrzeugmechatroniker. Seine Freundin Theresa Höge trägt das zeitintensive Hobby mit: „Wir fahren oft zu Treffen, dass Feeling dort ist schon etwas Besonders. Viele tolle Autos, nette Leute und gute Stimmung ist immer mit dabei“, resümiert die junge Frau. Zumeist sind die Fahrzeuge mit Saisonkennzeichen versehen. Noch einen Monat und dann geht es ab in die Garage. „Zur Materialerhaltung und um Schäden zu vermeiden, bleiben die Autos im Winter über in der Garage, denn in der Aufbereitung steckt viel Arbeit drin“, erzählt Autofan Müller. Die Ruhezeit wird von den Hobbybastlern genutzt, um kreativ tätig zu werden. Viele verstecken sich im Kämmerlein und kommen dann in der neuen Saison mit Veränderungen an den drei F´s um die Ecke. Am besten ist es für einen Tuner, wenn er neue Trends setzen kann, beispielsweise durch eine ausgefallenen Felgenform.

Mitstreiter willkommen

In Eilenburg umfasst die Gruppe derzeit 17 Mitglieder. „Bisher sind wir alles Männer. Die Mädels holen sich meistens Informationen und Anregungen.“ Wer sich für das Tunen von Autos interessiert, ist bei den dubsters willkommen. Viele haben ihr Hobby zum Beruf gemacht, schrauben nicht nur, sondern sind beruflich eingebunden und Kenner der Szene.

Von Anke Herold

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