Volltextsuche über das Angebot:

27 ° / 11 ° heiter
Partner im Redaktionsnetzwerk Deutschland RND

Navigation:
Google+ Instagram YouTube
Eilenburger Windhund-Club bereitet 85. Geburtstag vor

Eilenburger Windhund-Club bereitet 85. Geburtstag vor

Da klingt gewisser Stolz durch: "Wir haben sicher die schönste Bahn im Osten Deutschlands", sagt Dietmar Lemm vom Windhundclub Eilenburg. Dieser Tage waren er und Stephan Arnold rings um die Anlage im Bürgergarten zugange.

Voriger Artikel
Kabarett im Bürgerhaus: Wenn Slips und Socken zu Männersachen werden
Nächster Artikel
Hochhaus-Sanierung soll im August starten

Sprint-Spezialisten: Greyhounds sind die zweitschnellsten Säugetiere der Welt.

Quelle: pirvat

Eilenburg. Ein Highlight steht bevor: Am Wochenende feiert der Verein seinen 85. Geburtstag mit einer Internationalen Windhundspezialausstellung am Sonnabend und mit dem 4. Wertungslauf der Windhund-Champions-League, zu der 100 Starter erwartet werden, am Sonntag.

Der Verein registrierte in den vergangenen Jahren gestiegenes Interesse aus Ungarn, Tschechien und der Slowakei. Aber auch Niederländer waren zum Landessiegerrennen im Juni da. Sicher geben da auch die guten Bedingungen den Ausschlag, vermuten die beiden Vereinsmitglieder. Mittlerweile würden Sandbahnen bevorzugt. Denn dort ist die Verletzungsgefahr geringer. Die Krallen der Windhundpfoten können nicht in Wurzeln hängen bleiben. Gewässert werden muss aber erst recht, erklären beide die technischen Hintergründe. Sonst wirbelt der Staub. "Nach dem Anfeuchten wird gewalzt und dann noch eine Stahl-Gitter-Matte drüber gezogen", geht Arnold ins Detail. Schließlich ist er bei solchen Vergleichen für die Technik verantwortlich. Insgesamt werden an die 20 Helfer für solch ein Event gebraucht. Die Liste der Positionen reicht vom Bahnbeobachter über Einlass, Hasenaufsetzer, Moderation, Sekretariat, Tierarzt bis hin zum Zielgericht. Selbst der "Hasenzug", das Bewegen des Büschels aus Absperrbändern und einem Stück Fell per Seilzug rings um die Bahn, will gelernt sein.

Die Start-Boxen, aus denen die ungeduldigen vierbeinigen Sprinter hervorschnellen, sind solide und selbst gebaut. "Dafür gibt's keinen Hersteller. Auch wenn alles genau vorgeschrieben ist", so Lemm. Zum Glück gebe es Mitglieder mit entsprechenden technischen Hintergründen und Einfühlungsvermögen. "Ich habe selbst eine Hundezucht. Da macht man das so gut wie möglich", erklärt Arnold. Er ist bereits seit mehr als 30 Jahren auf den Greyhound gekommen und immer noch fasziniert: "Wenn die zu sechst vorbeikommen, wackelt die Erde", beschreibt er das Erleben während des Rennens. Immerhin bringen die Vierbeiner bis zu 35 Kilo auf die Waage und beschleunigen auf bis zu 75 Kilometer pro Stunde. "Andererseits sind Windhunde relativ faul", verrät Arnold. Eine Minute Sprint, dann sei Schluss. Vorteil für Halter: Tag für Tag stundenlange Ausläufe, bei denen Herrchen etwa mit dem Rad hinterherhetzen muss, verlangt der Greyhound, obwohl schnellste Hunderasse und zweitschnellstes Säugetier, nicht.

Doch kein Halter will erleben, dass sein Tier im Rennen stürzt. Gefährliche Verletzungen könnten die Folge sein. "Auch deshalb lässt man die Hunde höchstens acht bis zehn Rennen im Jahr laufen", erklärt Windhund-Experte Lemm. Für ihn sei das schon zu viel der Aufregung. Er hält nur noch einen einzigen Hund. Selbst großzügige Kurvenradien seien ausschlaggebend. "Es gibt Rennbahnen, da kommt kein Greyhound mehr hin", stellt er fest. Die kleineren Whippets dagegen passieren mit geringerem Risiko engere Kurven. Pluspunkt für Eilenburg sei sicher auch die idyllische Lage in der Muldenaue. Riesige Bäume spenden Schatten. Die Möglichkeit der großzügigen Bahn hatte den Club letztlich nach Eilenburg gezogen. 1930 wurde er in Leipzig gegründet, seit 1980 ist er hier.

Das Zusammenspiel von Hunden, Haltern, Bahn und Helfern ist am Wochenende im Bürgergarten zu erleben. Sonnabend ab 10 Uhr: Spezialausstellung mit 14 Rassen, Finale gegen 15 Uhr. Sonntag ab 9 Uhr: nationales Rennen, ab 14 Uhr Finalläufe der Sieger der einzelnen Rassen. Eintritt frei, Anfahrt ab Markt in Eilenburg ausgeschildert.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 28.07.2015
Heike Liesaus

Voriger Artikel
Nächster Artikel
Mehr aus Eilenburg
  • Zeitungsküken 2017 gekürt

    Zum elften Mal suchte die Delitzsch-Eilenburger Kreiszeitung das Zeitungsküken. Mit der Aktion steht der Nachwuchs der Region im Fokus. Sehen Sie h... mehr

  • LVZ-Fahrradfest 2017
    Logo LVZ-Fahrradfest

    Das 13. LVZ-Fahrradfest lud am 14. Mai 2017 wieder Radler ein, gemeinsam in die Pedalen zu treten. Fotos, Videos und Infos finden Sie in unserem Sp... mehr

  • Zeitung in Schulen

    Herzlich willkommen bei den Schulprojekten der Leipziger Volkszeitung und ihrer Regionalausgaben. mehr

  • LVZ Sommerkino im Scheibenholz
    LVZ Sommerkino im Scheibenholz: Alle Infos zu Filmen, Ticketverkauf und dem Rahmenprogramm.

    Sehen Sie hier einen Rückblick auf das LVZ Sommerkino im Scheibenholz vom 14. Juli - 3. August 2016. mehr

Blättern Sie in der prall gefüllten Veranstaltungsbeilage und entdecken Sie die Termine aus den Städten und Gemeinden. mehr

Fußball in Nordsachsen
  • Fußball in Nordsachsen
25.05.2017 - 14:52 Uhr

Die Dahlener bezwingen den Seriensieger nach Verlängerung und Elfmeterschießen letztlich mit 6:4.

mehr
  • Gutes von hier

    Das regionale Schaufenster mit Produkten und Dienstleistungen aus dem Leipziger Raum - von traditionell bis innovativ. Gutes von hier eben! mehr

  • Auf dem Lutherweg

    Spannende Entdeckungsreise mit Martin Luther: Die LVZ pilgert zum Jubiläumsjahr der Reformation 2017 auf dem Lutherweg. mehr

  • Sparkassen Challenge
    Logomotiv der Sparkassen Challenge 2017

    "Sport frei!" heißt es auch 2017 bei zahlreichen Wettkämpfen der Sparkassen-Challenge. Alle Events mit vielen Fotos finden Sie hier! mehr

  • Schau! Das Leipziger Museumsportal
    Schau! Das Leipziger Museumsportal

    Alle Informationen zu den Museen in Leipzig, ihren Ausstellungen und Events auf einen Blick im Special der LVZ. mehr