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Eilenburg Eilenburger bringt den Reha-Sport aufs Land
Region Eilenburg Eilenburger bringt den Reha-Sport aufs Land
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00:32 30.03.2018
Fit’n’mobil heißt der Verein. Und André Vogel ist auch mit jede Menge Fitnessgeräten unterwegs übers Land. Quelle: Heike Liesaus
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Eilenburg

Das Auto ist bis unters Dach gepackt. Kleine und große Bälle und Stepp-Bretter fallen ins Auge. Das ist die Ausrüstung, mit der André Vogel oft als Trainer über Eilenburger Land fährt. Sogar eine Kiste mit großen Holzklötzen ist zu entdecken. „Das ist ein Riesen-Jenga“, erklärt er. Sonst gibt es das Geschicklichkeitsspiel mit dem Stapelturm im Kleinformat.

Fördermittel bewilligt

Die Mission von Ausrüstung und dem Mann am Steuer ist es, Reha-Sport, der auch über die Krankenkassen gefördert wird, näher an die Betroffenen bringen. Deshalb heißt der Verein, der dafür von Gleichgesinnten in Eilenburg gegründet wurde, auch Fit’n’mobil. „Jetzt haben wir unser Projekt auch beim Leader-Management für unsere Region eingereicht. Und wir haben grünes Licht bekommen“, freut sich der Initiator. Fehlt nur noch die Bearbeitung durch die Genehmigungsbehörde im Landratsamt. „Aber man muss ohnehin erst einmal alles vorfinanzieren. Und wenn wir das Geld bekommen, haben wir damit auch wieder freie Kapazitäten, um uns weiterzuentwickeln“, freut sich der 33-Jährige. „Die Leute sollen nicht soweit fahren müssen. Es geht um die Erschließung von Standorten und die Ausbildung von Übungsleitern, die ebenfalls vorrangig aus der Region kommen. Mit solchen Angeboten wird das Leben auf dem Land attraktiver. Und es wird gerade auch älteren Menschen geholfen.“

Pläne für Kossa, Mockrehna und Wildschütz

In Eilenburg sind Angebote von Fit’n’mobil bereits im Gange. „Von der Leader-Förderung sind die Städte selbst ausgenommen“, erklärt André Vogel. Derzeit läuft ein Kurs in Sprotta an. Dafür wird ein Raum im Anbau der Kita genutzt. Denn dort, wo Stadtstrukturen fehlen, ist es oft nötig, unkonventionelle Wege zu gehen. Es kommen für gewöhnlich nicht genug Teilnehmer zusammen, damit die Einnahmen noch für eine extra Raummiete reichen. „Wir suchen deshalb die Kooperation mit interessierten Vereinen, die ohnehin schon vor Ort aktiv sind. Außerdem können sich potenzielle Übungsleiter melden, die bei uns mitmachen wollen. Denn deren Ausbildung kann unser Verein auch bezahlen. Und ich selbst kann ja die Kurse nicht überall machen“, so der Organisator. In Trossin soll es im Mai losgehen, Kossa ist in Planung, Wildschütz und Mockrehna ebenfalls im Visier.

Von Heike Liesaus

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