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Eilenburg Eilenburger in Adventsstimmung
Region Eilenburg Eilenburger in Adventsstimmung
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00:23 09.12.2013
Besucherandrang zwischen den Hütten des Eilenburger Weihnachtsmarktes. Quelle: Heike Liesaus

Auf alle Fälle war es jedoch eine gute Idee, am Stand des Lions-Club den Streuobstwiesen-Glühwein zu versuchen. So konnte der Besucher sich selbst und anderen Gutes tun. Denn dieser Tage wird erneut für Moldavien-Transporte gesammelt. Um gute Zwecke ging's auch an anderen Stellen: Da backten der Eilenburger THW-Chef Jürgen Kamprath gemeinsam mit Henry Kaiser Waffeln: "Alles für unsere THW-Jugend", erklärten sie. Eltern wie Simone Schulz und Maik Dostmann betreuten die Hütte der Freien Grundschule Cultus plus. Hier gab's ebenfalls Wärmendes: Körnerkissen in kreativen Formen, aber auch Weihnachtsschmuck - alles selbst gemacht und in verschiedensten Ausführungen. "Eulen sind diesmal der Renner", stellten die beiden fest. Gleiches war dann im Inneren der Kirche von Jutta Kowitz, Chefin der Amateurfilmgemeinschaft, zu hören: Bei ihr wurden die Flattertiere aus Kienäpfeln gebastelt.

Gegen das Wetterspektrum des zweiten Adventswochenendes - Wind, Schnee, Regen, Niesel - hielt der Eilenburger Weihnachtsmarkt erfolgreich dagegen. Tausende Besucher kamen.

Die Augen von Colin und Tyson, vier und fünf Jahre jung, hingen indessen an den Händen von Peter Kröher. Der hatte einen Holzstab in ein Maschinchen gespannt, das ihn rotieren ließ. Mit einem Drechseleisen hob er winzige Spanringe hervor. Zum Schluss machte er noch schnell den Stamm dünn: Und plötzlich war ein Bäumchen da. Dazu ließ das Orchester des Eilenburger Musikvereins gerade die Overtüre der Nussknacker-Suite erklingen. Überhaupt gab's viel Musik in der Kirche: das gemeinsame Liedersingen am Freitag, den Auftritt der Schulchöre, die festliche Aufführung des Weihnachtsoratiorums zum Schluss.

Am Eingang hatten auch Benjamin Misch und Paul Joachim in ihren blauen THW-Uniformen Dienst. Der 10- und der 13-Jährige wiesen Besucher darauf hin, nicht mit Essen oder Trinken in der Hand ins Gotteshaus zu gehen. "Viele wissen halt nicht, dass das nicht sein soll." Auch Matthias Danzmann vom Förderverein Nikolaikirche zuckte manchmal zusammen, weil der ein oder andere an der alten Glocke zog, die anders als die Erzgebirgskunst ständig im Eingangsraum aufgestellt ist. "Gewollt ist das nicht. Sie ist immerhin 500 Jahre alt." Aber er freute sich auch, dass so mancher die Ausstellung im Turm ansteuerte. "Es gibt doch immer wieder Leute, die sie noch nicht kennen." Die Turm-Etage ist ja sonst nicht zugänglich. Auch das Weihnachtspostamt wurde nur zum Weihnachtsmarkt geöffnet. Dort saßen Sabine Zimmer und Nadine Fritsche von der Kita Tausendfühler. Bei ihnen konnten die Kinder ihre Wunschzettel abgeben, die sie zuvor in der Bastelstube, die ausnahmsweise in der Arche eingerichtet war, gestaltet hatten.

Aus der Leipziger Volkszeitung vom 09.12.2013

Heike Liesaus

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