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Eilenburg Eilenburger tanzen gegen Gewalt und Terror
Region Eilenburg Eilenburger tanzen gegen Gewalt und Terror
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09:52 21.06.2016
 Auf dem Eilenburger Marktplatz kommen Tänzer zu einer spontanen Kundgebung zusammen. Sie tanzen gegen Hass, Gewalt und Terror und wollen damit ein Zeichen setzen.   Quelle: Anke Herold
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Eilenburg

 Tanzen gegen Gewalt und Terror! Unter diesem Motto kamen am späten Montagnachmittag viele Tänzer und Schaulustige zusammen, um einen sogenannten Flashmob zu realisieren. Die Idee dazu hatte Tanzleiter Mike Erler. Gemeinsam mit Felicia Jonack starteten die beiden auf einer provisorischen Bühne eine Aufruf zum Mittanzen. Nach einer Erwärmung ging es los. Mathias Gürke moderierte das kurze Tanzintermezzo gewohnt spritzig von der Rathaustreppe und viele Helfer unterstützten mit verschiedener Technik. Mario Born hatte die Musik sowie Lautstärkepegel gut im Griff und die Stadtwerke stellten eine Hebebühne für Kameraaufnahmen zur Verfügung.

Hintergrund der Aktion war es, ein Video entstehen zulassen mit so vielen Mitwirkenden wie möglich, das anlässlich der derzeitigen Fußballeuropameisterschaft gedreht werden sollte. Der vierminütige Clip soll als Botschaft nach Frankreich gesendet werden, mit dem Inhalt „Tanzt lieber als Euch zwischen den Spielen die Köpfe einzuschlagen.“ Karsten Wendt und Rainer Sonntag sind derzeit mit dem Schnitt beschäftigt, um das Video später an die UEFA nach Frankreich und den DFB zu senden und über die Videoplattform YouTube zu verbreiten.

„Das, was wir heute hier erleben durften, hat nichts mit großer Organisation zu tun. Die Idee ist innerhalb von zehn Tagen entstanden und so etwas funktioniert nur, wenn man Leute an seiner Seite hat, auf die man vertrauen kann“, freut sich Erler, nachdem der Song von Willy William „Ego“ viermal durchgetanzt wurde. Die Choreografie ist übrigens die Erwärmung für das wöchentliche Hip-Hop-Training der Eilenburger Tanzgruppen und soll nun in die Welt hinaus geschickt werden, um ein Zeichen zu setzten, dass auch in Eilenburg lieber getanzt als gehasst wird. „Jetzt hat die UEFA noch drei Wochen Zeit, um unsere Tanzschritte einzuüben“, so Erler augenzwinkernd, bevor sich alle Tänzer und Zuschauer wieder in alle Himmelsrichtungen zerstreuen.

Von Anke Herold

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